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Linux hat Geburtstag

Morgen ist es so weit: Linux feiert seinen zehnten Geburtstag. Oder, genauer gesagt: Linux feiert einen von mehreren zehnten Geburtstagen. Am 25. August 1991 schickte Linus Torvalds nämlich erstmals eine Mail an die Minix-Newsgroup, in der er erwähnte, dass er an einem Betriebssystem programmiert.

Genauso gut hätte man den Geburtstag allerdings schon im Frühjahr feiern können – da begann Torvalds nämlich (nach seinen eigenen Erinnerungen), an so etwas wie einem Betriebssystem zu arbeiten. Oder aber am 3. Juli: Von diesem Datum stammt eine Mail, ebenfalls an die Minix-Newsgroup, in der Torvalds nach der POSIX-Definition fragt – dem Standard für die Unix-Systemschnittstellen.

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Oder warten wir noch bis zum 17. September? Am 17. September 1991 nämlich wurde Linux in der Version 0.01 erstmals auf einem ftp-Server zum Download bereitgestellt – 10.000 Zeilen Quelltexte in einem Päckchen von (unkomprimiert) knapp 512 kByte Umfang. Zum Vergleich: Der aktuelle Kernel 2.4.9 umfasst rund 3,7 Millionen Zeilen Quellcode und belegt ausgepackt über 130 MByte.

Vielleicht datiert die Geburt von Linux aber auch auf den November 1991. Damals löschte Torvalds nämlich versehentlich seine Minix-Partition. Bislang hatte er unter dem Unix-ähnlichen Lehrbetriebssystem von Andrew Tanenbaum gearbeitet und auch Linux programmiert und kompiliert. Nun stand er vor der Alternative, Minix neu zu installieren oder aber Linux zu einem benutzbaren und nützlichen System weiterzuentwickeln – und entschied sich, wie wir alle wissen, für Letzteres. (odi)

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