Linux ist für Steve Ballmer kein Krebsgeschwür mehr

Fast fünfzehn Jahre ist es her, da verglich der damalige Microsoft-Chef Steve Ballmer Linux mit einem Krebsgeschwür. Heute sind von ihm andere Töne zu hören.

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Der Ex-Microsoftler besitzt die Basketballmanschaft der Los Angeles Clippers und versucht hier selbst, den Ball in den Korb zu stopfen

(Bild: Fox Sports / Youtube)

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In seiner Zeit als Microsoft-CEO hatte Steve Ballmer Linux noch als "Krebsgeschwür" bezeichnet. Die Zeiten sind vorbei, Ballmer ist nun weder Microsoft-Chef noch hegt er weiter eine tiefe Abneigung gegen das Open-Source-Betriebssystem, wie er auf einer Veranstaltung des Wirtschaftsmagazins Fortune diese Woche verriet.

Im Juni 2001 hatte Ballmer in einem Interview vor dem Hintergrund, dass die Regierung Open-Source-Projekte fördert, gesagt: "Wer Open-Source-Software einsetzt, muss auch den Rest seiner Software zu Open Source machen. Linux ist ein Krebsgeschwür, das in Bezug auf geistiges Eigentum alles befällt, was es berührt." Ballmer steht rückblickend noch zu seiner Aussage, doch die Zeiten hätten sich geändert. Linux sei keine akute Bedrohung mehr. Seinerzeit sei die Microsoft-Strategie gegenüber Open Source aber richtig, sie sei für das Unternehmen umsatzsteigernd gewesen.

Nun lobte Ballmer seinen Nachfolger als Microsoft-CEO Satya Nadella für seine Schritte Richtung Offenheit und Linux. Anlass dafür war die Ankündigung von Scott Guthrie, der unter anderem für Microsoft Azure verantwortlich ist, dass die kommende Version der relationalen Datenbank SQL Server auch für Linux verfügbar sein soll. Ballmers neue Milde könnte auch damit zusammenhängen, dass der ehemals furiose Firmenboss nun meditiert und Yoga betreibt. Jedenfalls heben US-Berichterstatter dies gerne hervor.

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(anw)