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Linux und Windows als Web-Server gleichauf

Auch bei der reinen Web-Server-Performance hat Linux mit Windows 2000 gleichgezogen. Noch letztes Jahr (siehe Ausgabe 13/99 von c't) konnte Apache unter Linux auf Multiprozessor-Systemen mit mehreren Netzwerkkarten im c't-Test mit Windows NT nicht mithalten. "Die Linux-Entwickler haben bei der Überarbeitung des Kernels wirklich ganze Arbeit geleistet", ist eines der Ergbnisse: "In keinem der Tests musste Linux mehr hinter der Konkurrenz aus Redmond zurückstehen." Sowohl Linux als auch Windows 2000 können mehr statische Seiten liefern, als das Netzwerk verträgt. Doch auf realen Web-Servern erzeugen weniger die Anfragen nach statischen Web-Seiten die Systemlast, sondern das Aufbereiten speziell vom Surfer angeforderter Angebote, also das Erzeugen dynamischer Seiten etwa aus Datenbanken.

Sowohl Linux als auch Windows profitierten bei simulierten Datenbankanfragen mit den Skriptsprachen PHP oder ASP deutlich von zusätzlicher Prozessorleistung. Bei bis zu vier CPUs wächst die Systemleistung beider Kandidaten mit jedem weiteren Prozessor linear an. Vier Prozessoren liefern zwar nicht die vierfache Leistung, aber im getesteten Anwendungsfall immerhin die dreifache Leistung eines Ein-Prozessor-Systems –ein beachtlich guter Wert. Die ebenfalls untersuchten Achtfach-Systeme schnitten allerdings längst nicht so gut ab – erst recht, wenn man ihren deutlich höheren Preis bezogen auf Vier-Prozessor-Maschinen berücksichtigt.

Außer Konkurrenz konnte c't auch als erstes einen Blick auf TUX werfen, ein bisher nicht veröffentlichter Kernel-Webserver. Dieser hat bereits im Juli mit einem Rekord im SPECweb99-Benchmark für Aufsehen gesorgt. Auch im c't-Testlabor konnte TUX sowohl den Internet Information Server als auch Apache abhängen.

Den vollständigen Test-Bericht veröffentlicht c't in Ausgabe 17/2000 (ab dem 14. August im Handel). (jk)

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