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LinuxTag fällt 2015 aus

Einen LinuxTag in der bisherigen Form wird es 2015 nicht geben. Der LinuxTag e.V. ist auf der Suche nach anderen Veranstaltungsformaten.

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Im kommenden Jahr möchte der LinuxTag e.V. keine Konferenzmesse in der Art der vergangenen Jahre mehr organisieren. Nils Magnus vom LinuxTag-Team erklärte gegenüber heise open, die Organisation einer derartigen Veranstaltung erfordere mindestens ein halbes Jahr Arbeit eines konzentrierten Teams. Diesen Aufwand könnten die Vereinsmitglieder nebenberuflich nicht mehr leisten.

Zudem seien die Kosten für einen attraktiven LinuxTag erheblich. Beim LinuxTag 2014 in Berlin war der Eintrittspreis für die gesamte Veranstaltung von 50 auf 150 Euro gestiegen, was in Teilen der Linux-Community für Unmut gesorgt hatte – auch wenn man den Community-Samstag für 10 Euro besuchen konnte. Offenbar fehlt es jedoch an ausreichend vielen festen Sponsoring-Zusagen.

Das LinuxTag-Team möchte jetzt mit Ausstellern, Sprechern, Besuchern und Sponsoren sprechen und Ideen für 2016 entwickeln; dann feiert der LinuxTag sein 20-jähriges Bestehen. 2015 wird es keinen großen LinuxTag, möglicherweise aber kleinere Veranstaltungen oder Kooperationen mit anderen Konferenzen geben, erklärte Magnus; über konkrete Projekte würde derzeit diskutiert.

Der LinuxTag ist die traditionsreichste Veranstaltung zu Linux und Open Source in Deutschland: 1996 fand der erste an der Uni Kaiserslauten statt. Was als Treffen von Linux-Interessierten startete, wuchs in den Jahren des Linux-Booms zu einer großen Konferenzmesse mit über 150 Ausstellern, einem prall gefüllten Vortragsprogramm und über 15.000 Besuchern; in den vergangenen Jahren sind die Besucher- und Ausstellerzahlen allerdings gesunken. Der LinuxTag 2014 fand im Mai dieses Jahres zusammen mit der Android-Entwicklerkonferenz Droidcon im Anschluss an die re:publica in Berlin statt. (odi)

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