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Lizengo liegt keine Klage von Microsoft vor

Nachdem Microsoft angekündigt hat, rechtliche Schritte wegen bei Edeka vertriebener Lizenzen einzuleiten, erklärt der Lizengo-CEO, es liege keine Klage vor.

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(Bild: VDB Photos/Shutterstock.com)

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Eine Klage von Microsoft liegt nicht vor, bestätigt der Lizengo-CEO Tobias M. Zielke. Microsoft hatte angekündigt, rechtliche Schritte gegen das Unternehmen aus Köln einleiten zu wollen, da Lizengo Lizenzen für Office-Programme und Windows über Edeka vertrieben hat, deren Product Keys nach China und Bulgarien führen. Allerdings beteuert der Anbieter, ungeachtet der auffälligen Preisgestaltung, es handele sich ausschließlich um Lizenzen, die EU-weit handelbar sind und von Microsoft-zertifizierten Distributoren kommen.

Die Product Keys, die Microsoft geprüft hat, sind mit Volumenlizenzverträgen von Universitäten und chinesischen OEM-Lizenzen ausgeliefert worden. Allerdings sind Schlüssel und Lizenz nicht zwangsläufig gekoppelt. Mit dem Product Key kann ein Computerprogramm installiert und aktiviert werden – auch ein mehrfacher Einsatz ist möglich und legal. Es kann aber auch sein, dass das Programm dank eines Keys technisch funktioniert, fehlt die Lizenz, fehlt aber auch das Recht zur Nutzung.

Wie die Schlüssel in Umlauf gekommen sind, ist unklar. Noch ist auch nicht bekannt, woher die Office-Lizenzen kommen, die Lizengo bei Edeka vertrieben hat. Microsoft hat auf Nachfrage von heise online noch nicht erklärt, welche rechtlichen Schritte sie genau einleiten wollen. (emw)