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Loewe: Produktion soll in Deutschland bleiben

Doch kein Stellenabbau beim deutschen TV-Hersteller Loewe: Stattdessen sollen die Mitarbeiter in eine Transfergesellschaft ausgelagert werden.

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(Bild: dpa, Rainer Jensen)

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Um einem künftigen Investor den Einstieg leichter zu machen und den Betrieb am Laufen zu halten, will der angeschlagene Fernsehhersteller Loewe alle knapp 500 Mitarbeiter zunächst schrittweise in eine Transfergesellschaft auslagern. Ein künftiger Investor könne diese dann zu neuen Bedingungen wieder einstellen, teilte das Unternehmen am Dienstag auf einer Betriebsversammlung mit. So werde gewährleistet, dass der Betrieb am Standort unvermindert weiterlaufen könne.

Zugleich lehnte Loewe eine Verlagerung der Produktion ins Ausland ab. Nach Auskunft des vorläufigen Sachverwalters gibt es derzeit kein Investorenkonzept, welches einen solchen Schritt vorsehe. Vielmehr sei die Stärkung der Marke Loewe durch eine gesicherte Produktion am Standort beabsichtigt. Zunächst hatte es geheißen, es könnte zu Massenentlassungen bei Loewe kommen.

Anfang Mai hatte Loewe ein Insolvenzverfahren in Eigenregie beantragt. Dieses soll nun nach Plänen des Unternehmens am 1. August eröffnet werden. Nach und nach sollen die Mitarbeiter in der Transfergesellschaft untergebracht werden, bis ein neuer Investor gefunden sei. Ein Kreditgeber stehe bereit, diese Maßnahmen zu finanzieren und einem neuen Investor den Einstieg zu ermöglichen. (olb)