Logitech: Rekordumsatz im Zeitalter des Homeoffice

Peripheriehersteller Logitech hat im Fiskaljahr 2020 knapp 3 Milliarden US-Dollar eingenommen – Büroausrüstung wie Webcams trugen ihren Teil bei.

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(Bild: Logitech)

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In den vergangenen Monaten verdiente Logitech so viel Geld wie noch nie. Knapp 3 Milliarden US-Dollar setzte der Peripheriehersteller vom 1. April 2019 bis 31. März 2020 um, davon blieben 450 Millionen US-Dollar als Gewinn. Gegenüber den Vorjahreszahlen entspricht das einem Plus von 7 beziehungsweise 75 Prozent.

Besonders erfolgreich war der Jahresabschluss, also das erste Kalenderquartal 2020, in dem der Umsatz verglichen mit dem Vorjahr um 14 Prozent auf 709 Millionen US-Dollar stieg. Der Gewinn verfünffachte sich auf 214 Millionen US-Dollar.

Logitech profitiert erheblich von der Coronavirus-Pandemie und den daraus resultierenden Homeoffice-Beschäftigungen beziehungsweise der zusätzlichen Freizeit daheim: Der Umsatz mit Webcams wuchs innerhalb eines Jahrs um 32 Prozent auf über 40 Millionen US-Dollar, jener mit Tablet- und Notebook-Zubehör um 36 Prozent auf knapp 32 Millionen US-Dollar. Selbst Tastaturen und Mäuse wurden mit 148 Millionen US-Dollar Umsatz überdurchschnittlich häufig verkauft (+ 12 Prozent). Die Nettomarge stieg von 37,3 auf 39 Prozent.

Webcams sind seit Wochen gefragt. Infolgedessen ist die Verfügbarkeit erheblich eingeschränkt und Händler verdoppeln teils die Preise. Logitechs Full-HD-Modell HD Pro C920 (ab 109 €) zum Beispiel kostete im März nur 50 bis 60 Euro – lieferbare Exemplare grenzen derzeit gar an der 300-Euro-Marke.

Einen Ausschlag nach oben hat derweil der Bereich "Video Collaboration" gemacht, was an der Übernahme von Streamlabs im Herbst 2019 liegen dürfte. Die dafür fälligen 89 Millionen US-Dollar beeinflussten in den vorigen Quartalszahlen den operativen Gewinn mit einem Minus von 24 Prozent auf 32 Millionen US-Dollar. (mma)