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Logo-Programm für DRM-freie Inhalte gestartet

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Die Free Software Foundation (FSF) hat ein Logo-Programm gestartet, um Anbietern weitgehend frei verwendbarer Inhalte einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Mit dem Sticker "DRM free" möchte die Organisation eine Art Gütesiegel für Mediendateien etablieren, die auf Kopierblockaden in Form von Systemen zum digitalen Rechtekontrollmanagement (DRM) verzichten. "Unter Individuen, Firmen und anderen Einrichtungen hat sich die Einsicht verbreitet, dass DRM eine völlig unnötige Beschränkung von Freiheiten ist", schreibt die FSF zur Einführung des Labels auf ihrer Kampagnenseite "Defective by Design ". Mit dem Logo könnten Anbieter nun stolz darauf verweisen, dass alle ihre Dateien frei von restriktiven Technologien seien.

Auch den Nutzern erleichtere die Markierung die Auswahl, führen die Verfechter freier Software weiter aus. Derzeit falle es Käufern auf Seiten wie Amazon schwer herauszufinden, ob etwa DVDs oder E-Books auf technische Kopierschutzmaßnahmen setzten oder nicht. Entsprechende Informationen würden nicht zur Verfügung gestellt. Das neue Label sei ein Schritt hin zur Lösung des Problems. Es erlaube es Interessenten, gleichgesinnte Künstler, Autoren und Verleger zu finden, die sich gegen DRM einsetzten.

Zu den ersten Unterstützern und Anwendern des Logos gehören nach Angaben der FSF die BitTorrent-Seite ClearBits, auf der viele Angebote unter freien Lizenzen stünden, der DVD-Versand Go Faster Stripe, das Label Magnatune sowie die Musikplattformen ccMixter und TuneTrack. Im Bereich elektronischer Bücher seien unter anderem die Foboko, Momentum Books und Girlebooks dabei. Mit am Start seien zudem Weightless Books, O'Reilly, Obooko, die E-Book-Bibliothek der Universität in Adelaide, das australische Projekt Gutenberg sowie die vergleichbare nordische Public-Domain-Plattform Runeberg. (Stefan Krempl) / (jk)

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