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Londoner Polizei schreitet gegen Handel mit AllofMP3.com-Gutschriften ein

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Die Londoner Polizei hat einen 25 Jahre alten Mann festgenommen, der über eBay und über eine eigens dafür geschaffene Website Gutschriften für Downloads des russischen Musikdiscounters AllofMP3.com verkauft hat. Diese Website sei nun vom Netz genommen worden, geht aus einer Mitteilung der Vereinigung der Musikindustrie BPI hervor, die vormals unter British Phonographic Industry firmierte. Der Festnahme seien europaweite Ermittlungen des internationalen Verbands der Musikindustrie IFPI und der BPI vorausgegangen.

Der Beschuldigte habe als europäischer "Agent" für AllofMP3.com gearbeitet und für einen Voucher 10 Pfund verlangt. Auf diese Weise soll er laut BPI schätzungsweise etwa 10.000 Pfund erwirtschaftet haben. Dieses Geld habe er in verschiedene ausländische Konten des russischen Betreibers eingezahlt. Die BPI beruft sich auf den seit Januar 2007 geltenden Fraud Act 2006, laut dem der nichtlizenzierte Handel mit Musik über das Internet in Großbritannien illegal sei. Computer und Unterlagen des Beschuldigten wurden beschlagnahmt.

Die BPI betont entgegen Behauptungen der Betreiber von AllofMP3.com, dass diese von den Plattenlabels nicht autorisiert seien, in Großbritannien Downloads anzubieten. Bezahldienstleister wie PayPal und Kreditkartenanbieter wie MasterCard und Visa hätten ihre Kooperation mit dem russischen Anbieter bereits beendet. Die britische Musikindustrie warnt die Internet-Nutzer vor derartigen Gutschein-Angeboten, da sie einen "illegalen Dienst" unterstützten, der die Künstler hintergehe.

Siehe zu den Auseinandersetzungen um AllofMP3 auch: