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Los Angeles will Internetcafés stärker reglementieren

Die Stadtverwaltung von Los Angeles erwägt strengere Vorschriften für Internetcafés. Anlass ist eine Schießerei bei einem Counter-Strike-Turnier, bei der ein Jugendlicher am Bein getroffen wurde. Insgesamt acht Teenager waren nach dem virtuellen Duell real aufeinander losgegangen, berichten US-amerikanische Medien. In den vergangenen 13 Monaten zählten die Behörden im kalifornischen Orange County bereits zwei Todesopfer nach Auseinandersetzungen im Umfeld von Cyber-Cafés. Drei kleinere Städte erließen daraufhin besondere Sicherheitsvorschriften.

In Los Angeles existieren bislang keine Sonderregelungen für Cyber-Cafés. Dennis Zine von der Stadtverwaltung sagte, es sei an der Zeit, dass die Stadt etwas gegen die Gewalt unternehme, die von diesen Cafés ausgehe. "Wir haben Beschränkungen für den Alkohol- und Zigarettenverkauf an Jugendliche", betonte er. "Und wir haben junge Menschen, die sich zu brutalen Computerspielen treffen, ohne dass Vorkehrungen für ihre Sicherheit existieren." Zine sagte, er könne sich beispielsweise Schließzeiten für Teenager und obligatorische Bewachung durch Sicherheitsdienste vorstellen. Es gehe der Stadt nicht darum, Internet-Cafés das Geschäft kaputt zu machen. "Ich möchte den Cafés helfen, eine sicheres Umfeld zu schaffen."

Auch in Deutschland sind Internetcafés und Gewaltspiele in die Diskussion geraten, nicht zuletzt durch den Amoklauf eines Erfurter Gymnasiasten, der selbst Counter-Strike gespielt haben soll. Die Berliner Verwaltung erließ Dutzenden Internet-Cafés sogar Schließungsanordnungen wegen ungenehmigten Spielbetriebs. (hod)

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