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Lotus Knowledge Discovery System ist vollständig

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Statt "The eagle has landed" wie bei ersten Mondlandung muss es bei Lotus jetzt heißen: Der Rabe ist gelandet. Das war eine schwere Geburt. Erstmals zur Lotusphere in Berlin im Herbst '99 unter dem Projektnamen Raven vorgestellt, sollte der Knowledge Management Server eigentlich Mitte 2000 verfügbar sein. Ein Jahr später wurde dann die Portalsoftware ausgegliedert und unter dem Markennamen K-station angekündigt.

Lotus schaffte es gerade noch, auf den allerletzten Drücker im Dezember auch tatsächlich zu liefern. Zu diesem Zeitpunkt war die eigentliche Intelligenz im Hintergrund noch nicht fertig gestellt. Im Januar hieß es dann in Orlando, der Discovery Server sei verspätet und werde nun Anfang März fertig sein. Ende März musste Lotus-Vizepräsident Scott Cooper dann noch eine letzte Verschiebung konzedieren.

Nun, das Warten hat ein Ende. Ab sofort kann Lotus liefern, in 14 Sprachen und zu einem durchaus stolzen Preis. Das Portal K-station kostet weiterhin 120 US-Dollar pro Benutzer, das gesamte Knowledge Discovery System einschließlich Portal und Discovery Server immerhin 395 US-Dollar – pro Benutzer wohlgemerkt. Die deutschen Preise sind noch nicht bekanntgegeben.

Der Discovery Server durchsucht unterschiedlichste Datenquellen, von Notes-Datenbanken über Office Dokumente bis zu HTML-Dateien und baut daraus einen Content-Katalog auf der Basis von IBM DB2. Durch Clustering der untersuchten Dokumente bildet er eine Taxonomie und stellt Affinitäten zwischen Benutzern und Dokumenten her. Das Ergebnis präsentiert er in einer Wissenslandkarte (Knowledge Map), die zu jedem Suchbegriff Dokumente, Benutzer und Portalseiten auflistet. c't wird in einer der nächsten Ausgaben ausführlicher über diese Lösung berichten. (Volker Weber)/ (cp)

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