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Lotus-Topmanager wechselt zu Microsoft

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Cliff Reeves, der bis Dezember bei Lotus für den gesamten Bereich Knowledge Management zuständig war, heuert ab dem kommenden Montag bei Microsoft an. Reeves wird in Redmond als Vice President für das Marketing der Server Group zuständig sein und zusammen mit Dave Thompson, Development Manager von Windows 2000 Server, an Brian Valentine berichten, den Senior Vice President der Microsoft Windows Division.

Reeves war seit mehr als 20 Jahren bei IBM und später bei Lotus beschäftigt und gilt in der Branche als der eigentliche Macher der Erfolgsgeschichte von Notes/Domino – kein Wunder also, dass er bei Microsoft entsprechenden Respekt genießt. Vor gut einem Jahr meinte er in einem Interview mit c't noch recht spöttisch: "Niemand bezahlt für Exchange."

Als Reeves im Dezember bei Lotus zurücktrat, wurde er für den Kokurrenten aus Redmond zur höchst interessanten Person. "Sie haben ihm ein Angebot gemacht, das nur ein Idiot abgelehnt hätte. Und Cliff ist kein Idiot", meint dazu ein Insider.

Für den Wechsel zu Microsoft verzichtet Reeves auf umfangreiche Vergünstigungen, die ihm nach so langer und hochrangiger Tätigkeit bei IBM zustehen. Da muss Microsoft tatsächlich einiges geboten haben, um sich diese Koryphäe zu sichern. "Microsoft glaubt an Menschen, IBM eher an Procedures", so die harte Kritik eines Ex-Lotus-Managers, der sich nicht an den Führungsstil von Al Zollar , seit Februar vergangenen Jahres Chef von Lotus, gewöhnen konnte.

Reeves ist nicht der erste und wird auch nicht der letzte Abgang aus der Lotus-Führungsriege sein, die sich nach dem Ausscheiden des langjährigen CEO Jeff Papows neu orientiert. Mittlerweile wächst ein neue Generation nach. Reeves' Position bekleidet heute Scott Cooper. (Volker Weber) / (jk)

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