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Lotus erweitert Web-Browser mit Notes-Funktionen

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Mit DOLS (Domino Offline Services) stellt Lotus sozusagen die Kronjuwelen des Notes-Client für den Netscape Navigator (ab Version 4.5) und Internet Explorer (ab Version 4.0 SP1) zur Verfügung. Domino-Anwendungen können damit auf den Client heruntergeladen und offline genutzt werden. Quickplace von Lotus war das erste Produkt, das auf einem Vorläufer von DOLS basierte. DOLS ist für Lotus übrigens schon der zweite Anlauf, Offline-Dienste für Browser zu realisieren. Schon einmal hatte Lotus mit dem so genannten Weblicator versucht, beliebige Web-Anwendungen offline bereitzustellen. Weblicator konnte recht gut mit statischen Webseiten und einfachen HTML-Forms umgehen, scheiterte aber bei anspruchsvolleren Anwendungen.

Mit DOLS wählt Lotus nun einen weniger allgemeinen, aber wohl erfolgversprechenderen Weg. Anders als der Weblicator setzt DOLS auf der Server-Seite einen Domino-Server voraus, den man zunächst um Administrationsfunktionen ergänzen muss. Anschließend sind die Domino-Anwendungen für die Verwendungen mit DOLS anzupassen. Erst dann kann der Web-Browser die Anwendung offline nutzen. Dazu installiert DOLS eine lokale Server-Komponente, die für den Anwender vollkommen transparent bleibt. Um sich einen grösseren Download dieser Komponente zu ersparen, kann man diese zuvor von einem Datenträger laden. Die eigentliche Installation und Konfiguration wird dann von der Anwendung vorgenommen.

Auch wenn Lotus DOLS nun zum freien Download anbietet, ist das Produkt dennoch nicht kostenlos: Für jeden Anwender ist eine Client Access License (CAL) notwendig. Lotus nennt diese Lizenz iNotes; sie enthält neben DOLS auch die Unterstützung von Microsofts Outlook als Domino-Client. (Volker Weber) (jk)

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