Lotus' zweite Sinfonie: Ein kostenloses Office-Paket von IBM

IBM veröffentlicht eine eigene OpenOffice-Variante als Lotus Symphony. Die Software hat derzeit Betastatus, obwohl sie als Bestandteil von Notes 8 bereits ausgeliefert wird.

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IBM lässt mit Lotus Symphony einen alten Namen wiederaufleben. Dabei hat IBMs Office-Suite technisch nichts gemeinsam mit dem wenig erfolgreichen Nachfolger von Lotus 1-2-3. Die zweite Sinfonie ist vielmehr ein kostenloses Angebot der so genannten Productivity Tools aus Lotus Notes 8: Lotus Documents, Lotus Presentations und Lotus Spreadsheets.

Diese Anwendungen basieren auf dem Code von OpenOffice 1.x und wurden von IBM auf Lotus Expeditor, IBMs Erweiterung der Eclipse Rich Client Platform, portiert. IBM ist erst kürzlich der OpenOffice-Community beigetreten.

Lotus Symphony läuft derzeit auf Windows XP und Vista sowie Linux. IBM unterstützt dabei Suse Linux Enterprise Desktop 10 und RedHat Enterprise Linux 5. Die Software setzt mindestens ein Gigabyte RAM sowie 900 Megabyte Festplattenspeicher voraus. Das sind ziemlich happige Voraussetzungen für eine Untermenge dessen, was OpenOffice 2.3 mit weniger Ressourcen besser erledigt.

IBM hebt besonders hervor, dass Lotus Symphony das Open Document Format unterstützt. Genau aus dieser Richtung dürfte der Wind wehen: Der Druck auf Microsoft und sein Office-Paket sowie die Versuche, das Microsoft-eigene Dokumentenformat OpenXML von der ISO standardisieren zu lassen, soll erhöht werden. Unklar bleibt, wer eigentlich Symphony statt OpenOffice einsetzen soll. (vowe)