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Lotusphere 2011: "Get Social. Do Business."

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Die Lotusphere 2011 könnte sich für IBM als Meilenstein herausstellen: Wenn es dem Unternehmen gelingt, die Kunden von der Vision des Social Business zu überzeugen. IBM spricht dabei von zwei verschiedenen Themenbereichen: "Exceptional Work Experiences" und "Exceptional Web Experiences". Das Web-Thema ist IBM bereits im September vergangenen Jahres angegangen, das Work-Thema folgt nun.

Facebook, Twitter und die mobile Nutzung verändern die Anforderungen an die Unternehmens-IT in rasantem Tempo. Mit Connections und Sametime hat IBM zwei wichtige Komponenten, um Menschen miteinander zu verbinden. BlackBerry und RIMs Tablet Playbook, iPhone und iPad sowie Nokias Smartphone-System Symbian will IBM mit Sametime Instant Messaging Clients und einem Client für die Activity Streams unterstützen. Die Activity Streams kann man sich am einfachsten wie die Startseite von Facebook vorstellen, die Informationen von verschiedenen Quellen in einem gemeinsamen Kontext darstellt. IBM plant dabei, beruflich genutze E-Mail oder SAP-Reports mit Informationen aus extenen Quellen wie LinkedIn, Facebook und Twitter zu mischen.

Veränderungen in der Server-Landschaft wird es zukünftig stets zuerst bei LotusLive, IBMs Dachmarke für alle Cloud-Aktivitäten, geben. So soll eine Online-Version von IBM's Office Suite Symphony in allen Arbeitsabläufen in den Rest von LotusLive integriert sein.

Während IBM versucht, sich bei dem Thema Social Software in eine Führungsposition zu bringen, tritt die Marke Lotus mehr in den Hintergrund. Während der Eröffungsveranstaltung der Lotusphere lud IBM zahlreiche Kunden auf die Bühne, die Positives von ihren bisherigen Aktivitäten im Bereich von Social Software zu berichten hatten. Für die Vorstellung zukünftiger Versionen von Notes/Domino, Sametime und Connections blieb nur wenig Raum. Letztes Jahr hieß das Mantra noch "Lotus Knows", dieses Jahr musste man sich eher die Frage stellen, ob IBM Lotus noch kennt.

Die Themenschwerpunkte, die IBM setzt, zeigen ganz deutlich in eine Zukunft, in der Konzepte sozialer Netzwerke in Geschäftsprozesse einfließen, in der Mitarbeiter auf andere Weise zusammenarbeiten, als man das von E-Mail und File-Sharing her kennt. Die spannende Frage wird sein, ob IBM sich hier erfolgreich empfehlen kann. Das Unternehmen hat große Kompetenzen in diesem Bereich, kann sie aber ausweislich des eigenen Web-Auftritts noch nicht so recht an den Mann bringen. (vowe)