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Lotusphere 2012: Notes & Domino Social Edition

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Große Versionssprünge sind gefährlich, weil sie leicht zu Migrationsprojekten führen: Der Kunde denkt nach, anstatt zu installieren. Lotus hat sich bei Notes-Client und Domino-Server immer weiter hinter den Dezimalpunkt zurückgezogen. Auf 8 folgte 8.5, darauf dann 8.5.1, darauf dann 8.5.1 Fix Pack 1 und so weiter. Die dritte Stelle war früher den vierteljährlichen Maintenance Releases vorbehalten. Mittlerweile sind das jährliche Funktionserweiterungen.

Mit der Version 8.5.4 will IBM das Produkt in 2012 so deutlich aufwerten, dass es auch einen neuen Namenszusatz bekommt: Social Edition. Je nach Server, die dahinter stehen, wachsen immer mehr Funktionen aus Connections und Sametime hinein. Mit einem Domino-Server allein wird die Social Edition die von IBM so genannte "Embedded Experience" bieten. Das kennt man von Facebook & Co. Videos lassen sich direkt im Kontext betrachten, Beiträge beantworten oder kommentieren, Dateien betrachten.

Statt immer mehr Features aufzutürmen, schafft IBM nun endlich die Wende zu "einfach und intuitiv": Das alles funktioniert im Browser. Wer einen dicken Notes-Client haben will, der kann das selbstredend auch – aber er muss es nicht. Das ist besonders spannend für Notes-Anwendungen, die bisher nicht gut im Browser funktionieren. Für diese wird IBM ein Notes-Plugin anbieten, zunächst nur für Firefox auf Windows. Damit lassen sich dann Notes-Anwendungen im Browser ausführen. Die Installation und die Wartung des Clients fällt weg. Das dürfte für Unternehmen interessant sein, die auf konkurrierende Produkte umgestiegen sind, aber die Notes-Anwendungen nicht ersetzen können.

Hat man neben Domino auch noch eine Connections-Infrastruktur aufgebaut, dann gewinnt die Social Edition weitere Funktionen. So gibt es dann einen Activity-Stream, den man sich ein wenig wie Facebook vorstellen kann, nur eben mit Business-Inhalten. Mit 8.5.3 hatte IBM bereits ein sogenanntes "Entitlement" für die Connections-Komponenten Files und Profiles eingeführt. Notes-Kunden sind damit automatisch für das File Sharing in Connections und die Mitarbeiter-Profile lizenziert. (vbr)