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Lotusphere: IBM liefert den Eclipse-Client für Workplace

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Seit einem Jahr spricht IBM vom so genannten Workplace Managed Client, der Plattform für Anwendungen auf Client-Rechnern. Bislang war der Client jedoch nur für ausgewählte Kunden verfügbar, die IBM beim Testen halfen. Nach einigen technischen Problemen mit der Version 2.5 hat IBM nun ausreichend Vertrauen in die neue Version 2.6, sodass das Programm von jedem Passport-Kunden für 69 US-Dollar pro Benutzer erworben werden kann.

Der Workplace Managed Client (WMC) basiert auf der Eclipse RCP Plattform, die IBM zum größten Teil gestiftet hat, und benötigt einen Server, der die einzelnen Eclipse-Plug-ins an den Client ausliefert. IBM will damit die Vorteile einer portalähnliche Anpassung an verschiedene Benutzerprofile mit denen eines "fetten" Clients verbinden. Die Anwendungsprogramme laufen auf der lokalen CPU ab und benötigen teilweise nicht einmal eine ständige Verbindung zum Server, sondern arbeiten auch offline. Dennoch werden sie auf dem Server verwaltet und können somit ständig gepflegt werden, ohne die einzelnen Client-PCs anfassen zu müssen.

WMC enthält die sogenannten IBM Productivity Tools, die auf OpenOffice.org 1.x basieren und Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationssoftware sowie Projektverwaltung bieten. Als erstes IBM-Produkt enthalten sie Dateifilter für das Open-Document-Format. Darüber hinaus können sie auch Dateien im Format von Microsoft Office und OpenOffice 1.x speichern und lesen.

Der WMC benötigt Workplace Collaboration Services 2.6 (WCS), das auf IBM Websphere Portal 5.0.2 basiert. Dieses Portal lizenziert IBM serverseitig je CPU. Der Zugriff mit einem Browser ist dabei in der Lizenz enthalten; die 69 US-Dollar werden für den WMC zusätzlich pro User berechnet. Der Client wird offiziell auf Microsoft Windows 2000 Professional mit Service Pack 4, Windows XP mit Service Pack 2 sowie Red Hat Enterprise Linux WS 3.0 mit Update 4 mit mindestens 512 MB RAM unterstützt. IBM empfiehlt jedoch 1 GB Arbeitsspeicher.

Während der Lotusphere sind alle IBM-Präsentatoren angewiesen, mit Hilfe des Präsentationsprogramms in WMC vorzutragen und Dokumente im Open-Document-Format abzulegen. Das hat allerdings nicht immer so gut funktioniert, wie es sich Lotus-Chef Mike Rhodin gewünscht hat. (vowe)

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