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Lotusphere: IT Factory will Domino-Standards setzen

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Der dänische Lotus Premium Business Partner IT Factory verschenkt seine Anwendungsarchitektur ITF Architecture inklusive Entwicklerlizenz. Das Angebot ist zunächst auf drei Monate begrenzt, die Lizenz selbst gilt ohne zeitliche Beschränkung.

IT Factory ist ein Shooting Star unter den Lotus Business Partnern. Vor zwei Jahren gegründet, heimste das Unternehmen bereits drei Lotus Beacon Awards sowie zwei weitere Nominierungen ein. Dabei gewann IT Factory mehr als 170 Partner für seine Anwendungsarchitektur und verkaufte über 300.000 Lizenzen. Mit seiner jüngsten Ankündigung will IT Factory offensichtlich noch einmal einen Zahn zulegen.

Eine gemeinsame Architektur sichert die Interoperabilität zwischen Domino-Anwendungen aus verschiedenen Quellen und verhindert die wiederholte Entwicklung des gleichen Rads. Die deutsche Lotus-Niederlassung versucht bislang vergeblich, im US-Raum mit seiner eigenen Lotus Solution Architecture (LSA) Fuß zu fassen. In Europa verbucht man allerdings durchaus Erfolge: In der vergangenen Woche verkündete Lotus, die Genossenschafts-Rechenzentrale GRZ habe sich für die LSA entschieden.

Durch die freie Entwicklerlizenz will IT Factory seine Lösung schnell international am Markt platzieren. Die kostenlosen Lizenzen für das SDK zusammen mit der Architektur und dem Source Code sollen sowohl Notes/Domino-Anwender als auch Lotus Business Partner anlocken. Für selbst erstellte Anwendungen fallen keine Lizenzgebühren an, so lange man sie nicht an Dritte weiterverkaufen will -- natürlich verschenkt IT Factory nicht das gesamte Familiensilber. Zudem gilt die kostenlose SDK-Lizenz nur für einen Entwickler, weitere Lizenzen kosten Geld.

Die Ankündigung dürfte für einige Aufregung im Lager der Business Partner sorgen. Letzendlich jedoch profitieren alle Partner von diesem Angebot, zumal IT Factory seine Produkte nur über Partner anbietet. Auch Lotus selbst vertreibt die ITF Architecture und das ITF SDK als OEM. (Volker Weber) (ghi)

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