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Lotusphere: Lotus Notes wieder auf dem Mac

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Schon bei den ersten Betaversionen von Notes 7.0 gab es lange Gesichter: Windows war die einzige Plattform, auf der es noch Notes-Clients gab. Linux hatte IBM gar nicht auf dem Radar und der Mac war bereits ab Version 6.0 nur noch zweitklassig. Auch wenn es eine Version 6.5 gibt, enthält sie auf dem Mac keine der neueren Windows-Feautures, etwa die Präsenzinformation aus Sametime. Da die Mac- und Windowsversionen aus der gleichen Codestream kompiliert werden, war die Vernachlässigung des Macs offensichtlich. Die Dialoge sind durch die Bank schlecht gestaltet, die Fonts sind in der Standardinstallation viel zu klein. Vergrößert man sie mit Hilfe externer Tools, so passt an vielen Stellen nichts mehr. Die Entwicklungs- und Admininstrationsfunktionen in Domino Designer und Domino Administrator fehlten auf Mac schon länger.

Auf der diesjährigen Lotusphere in Orlando dagegen kehrt Lotus um. Gleich zu Beginn der Eröffnungsveranstaltung demonstrierte IBM einen überarbeiteten Notes-Client auf dem Mac, der die gleichen Features wie der Windows-Client hat. Die Dialoge wurden an den Mac angepasst, neuere Funktionen wie Autosave oder Mail-Indikatoren sind eingearbeitet und auch die Sametime-Integration soll folgen.

Auch wenn IBM den neuen Mac-Client zur Lotusphere angekündigt hat, so wird er doch noch ein halbes Jahr auf sich warten lassen. Aktuell wird gerade das Maintenance Release 7.0.1 getestet und der Mac-Client ist erst für die Version 7.0.2 vorgesehen, die frühestens vier Monate nach 7.0.1 veröffentlicht wird. IBM spricht deshalb vorsichtshalber vom dritten Quartal, ohne ein genaues Datum zu nennen. Das erste Release ist für den PowerPC gestimmt; eine Intel-Version folgt im Laufe des Jahres.

Einen Linux-Client wird es für Notes/Domino 7 nicht geben. Allerdings hat IBM ein Notes-Plugin für den Workplace Managed Client fertiggestellt, das mit Workplace 2.6 genutzt werden kann. Damit lassen sich dann Anwendungen im Kontext dieser Eclipse-basierten Umgebung ausführen. Für Notes/Domino "next", wie IBM die in Hannover erstmals vorgestellte Version nennt, sind dagegen Eclipse-Clients für Windows, Mac und Linux angekündigt. (vowe)

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