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Lovoo-Geschäftsführer gegen Auflagen aus U-Haft entlassen

Zwei der Geschäftsführer der unter Betrugsverdacht stehenden Plattform Lovoo sind nach einer Woche U-Haft wieder auf freiem Fuß. Das Dating-Portal soll seine Kunden mit weiblichen Fake-Profilen getäuscht haben.

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(Bild: dpa, Lovoo)

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Neue Entwicklung im Fall der mutmaßlichen Fake-Kandidatinnen beim Dating-Dienst Lovoo: Zwei unter Verdacht des gewerbsmäßigen Betruges stehende Geschäftsführer der Firma aus Dresden sind nach einer Woche Untersuchungshaft wieder auf freiem Fuß. Die Haftbefehle wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft unter Auflagen außer Vollzug gesetzt, wie Sprecher Lorenz Haase der dpa sagte.

Die Männer machten "Angaben im Verfahren", sagte Haase ohne nähere Ausführungen. Sie mussten laut Haase ihre Reisepässe abgeben und zahlten eine Kaution in nicht genannter Höhe. Zudem müssen sie sich regelmäßig bei der Polizei melden. "Damit ist die Fluchtgefahr erheblich gemindert."

Der Haftbefehl gegen einen dritten Geschäftsführer, der sich nach der Razzia in mehreren Firmen- und Privaträumen in Dresden, Berlin und Nürnberg am 8. Juni den Behörden gestellt hatte, ist schon aufgehoben. Die Ermittlungen gegen insgesamt zwölf Lovoo-Beschäftigte im Alter zwischen 25 und 38 Jahren dauern laut Haase an.

Die Verdächtigen sollen männliche Nutzer mit Profilen gar nicht existierender Frauen dazu verleitet haben, kostenpflichtige Leistungen der Kontakt-Vermittlung in Anspruch zu nehmen. Bis zu 477 solcher Fake-Profile sollen gleichzeitig auf der Plattform aktiv gewesen sein. Schätzungen zufolge wurden die Nutzer so zwischen Juni 2013 und Juni 2014 um fast 1,2 Millionen Euro geprellt. Die Zahl der Geschädigten ist unbekannt. Aufgedeckt wurde der Lovoo-Betrug im Herbst vergangenen Jahres durch Recherchen des c't Magazins.

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(axk)