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Lucent entlässt 16.000 Mitarbeiter (Update)

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Das US-Telekommunikationsunternehmen Lucent will mit dem Abbau von bis zu 16.000 Stellen wieder profitabel werden. Diese Maßnahme ist Teil eines 7-Punkte-Plans, der auch Fabrikschließungen und die Einstellung unrentabler Produktlinien umfasst. 10.000 Mitarbeiter werden direkt entlassen, laut Lucent können bis zu 6.000 weitere Mitarbeiter ihren Job verlieren, da Betriebsteile ausgelagert werden sollen.

Lucent gab heute für das am 31.12.2000 abgelaufene erste Geschäftsquartal 2001 einen Verlust von 395 Millionen US-Dollar bekannt. Das operative Geschäft brachte sogar Verluste von mehr als einer Milliarde US-Dollar, der Umsatz brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26 Prozent auf 5,84 Milliarden US-Dollar ein. Der geringere Nettoverlust ist auf diverse Einmaleinnahmen zurückzuführen, wozu Erlöse aus dem Verkauf der "Power-Systems"-Sparte an Tyco gehören.

Der Einbruch bei Lucent kam nicht überraschend, bereits seit Ende Dezember erwartet man schlechte Quartalsergebnisse. Miserable Verkaufsergebnisse und säumige Kunden gelten als Verursacher der Lucent-Krise.

Im Mikroelektronikbereich konnte Lucent im Vergleich zum Vorjahresquartal 50 Prozent Umsatzsteigerung erzielen. Dieser Profitbringer soll unter dem Namen Agere noch im jetzt laufenden Geschäftsquartal an die Börse gebracht werden. Den Hersteller Agere hatte Lucent erst vor einem Jahr für rund 415 Millionen US-Dollar eingekauft. Das neue Unternehmen Agere wird aber außer den ursprünglich von Agere entwickelten Netzwerkprozessoren auch die Lucent-Sparte für optische Bauelemente umfassen. Nach Bekanntgabe der Umstrukturierungsmaßnahmen stieg der Lucent-Aktienkurs. (ciw)