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Lünendonk: Mittelstand investiert vermehrt in Outsourcing

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(Bild: Lünendonk)

In Konzernen und Großunternehmen ist das Outsourcing von IT-Prozessen etablierte Praxis. Kleinere und mittelständische Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz geben sich diesbezüglich bisher deutlich zurückhaltender. "Speziell zeigen sich inhabergeführte Unternehmen wenig gewillt, einem Dienstleister strategische Unternehmensbereiche anzuvertrauen", erklärt Thomas Lünendonk, Inhaber der Lünendonk GmbH. Der Marktforscher erwartet jedoch eine Trendwende: Um sich künftig stärker auf die eigenen Kernkompetenzen konzentrieren zu können, werde auch der Mittelstand zunehmend Outsourcing-Dienstleistungen in Anspruch nehmen.

Der wachsende Kostendruck der Unternehmen, aber auch Fragen der Liquidität spielen dabei als treibende Faktoren eine entscheidende Rolle, zeigt sich Jörg Hossenfelder, Geschäftsführender Gesellschafter bei Lünendonk, überzeugt. In der Folge werde der Mittelstand in den kommenden Jahren überdurchschnittlich zum Wachstum des Marktvolumens bei IT-Dienstleistungen insgesamt beitragen. Von rund 50 Milliarden Euro im laufenden Jahr sollen die Ausgaben bis 2015 auf gut 60 Milliarden Euro in der DACH-Region ansteigen.

Auf Outsourcing-Services – darunter Hosting, Co-Location, SaaS, Business Process Management sowie Business Process Outsourcing – entfallen aktuell lediglich rund 22 Milliarden Euro, wobei der Mittelstand davon weniger als ein Viertel beisteuert. In den kommenden fünf Jahren rechnet Lünendonk aber mit einem jährlichen Wachstum von sechs Prozent auf insgesamt 29 Milliarden Euro. Speziell im Mittelstand sollen die Outsourcing-Ausgaben hingegen durchschnittlich mehr als 7,3 Prozent pro Jahr zulegen. (map)