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LulzSec: Weiterer mutmaßlicher Sony-Hacker in Haft

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40.000 Datensätze sollen es laut Sony gewesen sein, eine Million behaupten die Datendiebe: Im Juni vergangenen Jahres hatte die LulzSec-Gruppe die Website SonyPictures.com gehackt, gestohlene Personendaten veröffentlicht und das Unternehmen anschließend auf Twitter verspottet. Jetzt hat das FBI in Phoenix Raynaldo Riveras verhaftet. Der 20-Jährige soll Mitglied der Gruppe sein. Der LulzSec-Hacker Cody Kretsinger hatte im April dieses Jahres seine Mitschuld an dem Angriff gestanden.

Mittels SQL injection gelang es LulzSec, Zugriff auf 40.000 Datensätze von Sony zu erlangen.

(Bild: dpa, Oliver Berg / Illustration)

Riveras, der in der Hackerszene unter den Nicknames "neuron" und "royal" bekannt ist, hatte sich laut der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag den US-Behörden ergeben. Die Anklage gegen den Mann aus Tempe, Arizona lautet auf Verschwörung und Schädigung eines geschützten Computers. Sollte er verurteilt werden, warten bis zu 15 Jahre Gefängnis auf ihn. Laut Anklageschrift erfolgte der Angriff mittels "SQL Injection", einer Technik, die darin besteht, SQL-Statements in Website-Textfelder einzugeben. Werden diese ungefiltert an die Datenbank übergeben, kann ein Hacker Zugriff auf die Daten erlangen.

Auf diese Art und Weise erlangte LulzSec Zugriff auf 40.000 Datensätze mit personenbezogenen Daten wie Namen, Geburtsdaten, Adressen und Telefonnummern. Dem Bericht zufolge handelt es sich dabei um Teilnehmer von Gewinnspielen. Diese veröffentlichte die Gruppe anschließend und verhöhnte Sony auf Twitter: "Hey Sony, wir hauen mit einem Haufen von deinem internen Zeug ab und du merkst es noch nicht mal?" Sony beziffert den entstandenen Schaden auf 600.000 US-Dollar. (gil)