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MH370: Crowdsourcing soll verschollenes Flugzeug finden helfen

Alle Web-Nutzer sind eingeladen, auf Satellitenbildern nach Spuren zu suchen. Doch die Server sind überlaufen.

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Nach wie vor fehlt jede Spur des am Samstag verschollenen Flugzeugs der Malaysia Airlines. Flug MH370 war von Kuala Lumpur nach Peking unterwegs; der Kontakt brach ab, ohne dass ein Notruf oder ähnliche Signale empfangen worden wären. An der Suche beteiligen sich zahlreiche Länder, bislang ohne Erfolg. DigitalGlobe hat nun Satellitenbilder online gestellt. Jedermann ist eingeladen, die Bilder nach auffälligen Spuren zu sichten und gegebenenfalls zu melden.

Screenshot der Anwendung

Das Interesse der Öffentlichkeit ist so groß, dass die Server überlaufen sind. Auf Twitter sprach DigitalGlobe von "noch nie dagewesenem Interesse, die Suche zu unterstützen" und vertröstete hilfsbereite Twitterati auf später. Meist liefert der Server nur weiße Seiten aus, manchmal eine Fehlermeldung. Wenn dann doch der Zugriff gelingt, sind Meereswellen und Wolken zu sehen.

An Bord der Boeing 777 waren 227 Passagiere und zwölf Besatzungsmitglieder. Die zunächst im Golf von Thailand entdeckten Ölspuren waren nicht von dem Flugzeug. Die chemische Analyse einer Probe hat ergeben, dass es sich um Schiffstreibstoff handelt. Dies hat die malaysische Küstenwache mitgeteilt.

Am Dienstag hat die malaysische Luftwaffe neue Informationen über Radardaten bekannt gegeben. Demnach könnte das Flugzeug über dem Golf von Thailand in einer niedrigeren Flughöhe nach Westen geflogen sein. Ist die Interpretation korrekt, wäre das Flugzeug zuletzt etwa 530 Kilometer westsüdwestlich der zuletzt verifizierten Position geortet worden. Dies berichtet The Aviation Herald.

Daraufhin wurde das Suchgebiet deutlich ausgedehnt. DigitalGlobes Bilder und die Tatkraft Freiwilliger könnten helfen, die Nadel im immer größer werdenden Heuhaufen aufzustöbern. DigitalGlobe betreibt eigene Satelliten und vertreibt die damit gemachten Aufnahmen an Behörden und Unternehmen. Für die aktuelle Suche hat es Fotos von rund 3200 Quadratkilometern Meeresoberfläche bereitgestellt. (Daniel AJ Sokolov) / (anw)

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