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MIR-Absturz soll im Internet übertragen werden

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Erst vor einem Monat hatte Richard Citron, Anwalt in Los Angeles, die Idee: Warum sollte es nicht gelingen, den spektakulären Wiedereintritt der russischen Raumstation MIR live im Internet zu übertragen? Innerhalb kürzester Zeit ist es ihm gelungen, namhafte Partner wie AOL, Microsoft, eBay und Barnes & Nobles für sein Projekt zu gewinnen. Verläuft alles nach Plan, wird die Internet-Gemeinde am 20. März den Absturz des 140 Tonnen schweren Kolosses live im Internet verfolgen können.

"Dies ist die schwierigste live Einspeisung, die wir je vorgenommen haben", so David Gilbey, zuständig für die technische Umsetzung des Projekts. Der Absturz soll von einem Flugzeug aus gefilmt werden, welches die MIR in etwa 350 Kilometer Entfernung auf ihrem letzten Weg begleiten soll. Um die genaue Flugbahn der MIR zu verfolgen, stehen die Piloten ständig mit der russischen Raumfahrtbehörde und der NASA in Verbindung. Noch im Flugzeug sollen die Aufnahmen zum Videostream verarbeitet und über eine Satellitenverbindung ins Internet eingespeist werden.

Es wird erwartet, dass die MIR nur zu etwa 60 Prozent verglüht. Die verbleibenden Trümmerteile sollen nur zwei Tage vor der CeBIT im Pazifik niedergehen – hoffentlich. (sha)