Menü

MIT Media Lab Europe in Dublin baut Hirn-Interface

von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 88 Beiträge

Neben dem Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (FIRST) hat nun auch das MIT Media Lab Europe in Dublin ein Interface zur Computersteuerung mit Hilfe von Hirnströmen vorgestellt.

Wie die Fraunhofer-Variante nimmt der so genannte Cerebus Gehirnströme über ein EEG auf und setzt diese in Steuerbefehle um. Der Cerebus versendet seine Daten kabellos über Bluetooth. Im Vorführspiel "Mind Balance" steuert die Versuchsperson das Fantasiewesen Mawg über ein Drahtseil. Die elektrischen Hirnaktivitäten werden aufgenommen und von einem in C# programmierten System interpretiert. Droht Mawg nach links zu fallen, muss er in die andere Richtung gelenkt werden, um die Balance zu halten. Die Gehirnströme kommen in unterschiedlichen Frequenzen an, sodass die C#-Engine interpretieren kann, ob der Befehl in die eine oder andere Richtung weist.

Das Forschungsteam mit dem Namen MindGames um Gary McDarby sieht in der cerebralen Steuerungstechnik Anwendungen für Menschen mit Behinderungen, aber auch Vermarktungsmöglichkeiten im Videospielesektor. (akr)

Anzeige
Zur Startseite
Anzeige