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MP3-Player: Microsoft macht dem Zune den Garaus

Am Sonntag hat Microsoft die Bespielung der Zune-Geräte eingestellt. Wer Dateien mit DRM gekauft hat, bleibt über.

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Zune

Einer von Microsofts Multimedia-Apparaten aus der Zune-Reihe.

(Bild: zacaltman CC-BY-SA 2.0 )

Am Sonntag, dem 15. November, hat Microsoft die Zune-Dienste heruntergefahren. Das ist fast auf den Tag genau neun Jahre, nachdem der Konzern die ersten Multimediaabspielgeräte namens Zune auf den Markt gebracht hatte. Knapp fünf Jahre und Hunderte Millionen US-Dollar später wurde die Produktion der Apparate wieder eingestellt. Den Verkauf von Musikdateien sowie Abonnements führte Microsoft aber weiter.

Mit Enthusiasmus versenkte Steve Ballmer Hunderte Millionen in Zune.

(Bild: dpa, Jeon Heon-Kyun)

Bestehende Abos stellt der Anbieter auf seinen aktuellen Dienst Groove um. Kunden, die sich Dateien mit Digital DRM andrehen haben lassen, sitzen jedoch auf einem kurzen Ast. Weil jene Server, die in regelmäßigen Abständen die Lizenzen bestätigen müssen, nicht mehr existieren, werden die DRM-Musikdateien über kurz oder lang nutzlos sein. Von Geld zurück ist keine Rede.

Wer einen Zune-Player hat, kann ihn weiterhin vom eigenen Computer aus mit normalen MP3-Dateien füttern und diese auch abspielen. In Deutschland wurden die Zunes nie vermarktet. Microsoft hatte sie zunächst nur in den USA und später auch in Kanada feilgeboten. (ds)

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