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MP3-Player sind kaum noch gefragt: Der Boom ist lange vorbei

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MP3-Player sind zwar noch nicht ausgestorben. Sie verkaufen sich aber verglichen mit ihrer Boomzeit vor knapp zehn Jahren nur noch mäßig. Zu Zeiten des absoluten Verkaufserfolgs im Jahr 2005 gingen in Deutschland 8 Millionen Player über die Ladentische. Für dieses Jahr rechnet die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) nur noch mit rund 1,3 Millionen verkauften Geräten.

Neben der Marktsättigung führen die Marktforscher den Rückgang auf den vielfältigen Einsatz der Audio-Kompressionstechnik MP3 (MPEG 1/2 Audio-Layer 3) in unterschiedlichsten Geräten vom Smartphone oder Tablet übers Notebook bis hin zum Autoradio zurück. Immer besser verkauften sich durch die Verbreitung der MP3-Wiedergabe aber Geräte mit Lautsprechern, an die MP3-Player oder Smartphones zum Abspielen von Musik angeschlossen werden können.

Das sind nicht nur Kopfhörer, von denen laut gfu-Prognose 2013 mehr als 11,3 Millionen Stück verkauft werden, sondern zum Beispiel auch Aktivboxen oder Dockingstationen. Davon wurden 2010 hierzulande erst 0,51 Millionen Geräte verkauft. In diesem Jahr gehen die Marktforscher bereits von einem Absatz von 1,1 Millionen Stück aus.

Die ersten MP3-Player kamen 1998, also vor 15 Jahren, auf den Markt. Die Markteinführung in Deutschland folgte nach Angaben der gfu Anfang 1999. Die ersten Modelle boten maximal 32 MByte Speicherplatz, was bei starker Kompression und damit einhergehend mäßiger Soundqualität gerade einmal für rund eine halbe Stunde Musik reichte (für 1 Minute Musik 1 MByte Speicherplatz bei 128 kBit/s). (dpa) / (jk)

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