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MPAA-Report: Blu-Ray und DVD weichen den Streaming-Diensten

Blu-rays und DVDs werden laut dem aktuellen MPAA-Report immer seltener verkauft. Mehr Geld lässt sich mit digitalen Film- und Serienverkäufen verdienen.

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Blu-Ray, DVD

55,7 Milliarden Dollar haben Kunden 2018 weltweit für Home-Entertainment-Produkte wie Filme und Serien ausgegeben. Das geht aus dem aktuellen Report der Motion Picture Association of America (MPAA) hervor, der sich auf Zahlen von IHS Markit und der Digital Entertainment Group stützt. Im Vergleich zu 2017 entspricht das einem Plus von 16 Prozent.

Die Filmbranche kann also zufrieden sein, aber es gibt vor allem ein Sorgenkind: Der Verkauf von physischen Datenträgern geht seit Jahren zurück: 13,1 Milliarden Dollar wurden 2018 mit dem Verkauf von Blu-rays, DVDs und UltraHD-Blu-rays umgesetzt, 2014 waren es noch 25,2 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Rückgang von fast 50 Prozent. Kompensiert wird das von 42,6 Milliarden Dollar, die mit dem digitalen Verkauf von Entertainment-Inhalten umgesetzt wurden – 2014 waren es nur 15,7 Milliarden Dollar. Zu den digitalen Verkäufen zählen im MPAA-Report auch Video-on-Demand-Angebote und Streaming-Dienste.

Physische Datenträger verkaufen sich seit Jahren schlechter – in den USA und auch international. 2018 hat dieser Trend seinen bisherigen Höhepunkt erreicht.

(Bild: MPAA)

Im Februat hatte Samsung angekündigt, aus dem Geschäft mit Blu-ray-Playern auszusteigen. Das Geschäft mit den HD-Datenträgern ist offenbar nicht mehr profitabel genug. Zuvor hatte bereits Oppo das Ende seiner Blu-Ray-Player-Sparte bekanntgegeben. Genaue Zahlen zu den verschiedenen Datenträgern gehen aus dem MPAA-Report nicht hervor. (dahe)