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MRAM-SSD für Hardware-Entwickler

Everspin liefert eine NVMe-SSD, die dank MRAM mehr IOPS als NAND-Flash-Speicher liefern soll; bisher ist die Kapazität aber gering.

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Everspin nvNitro NVMe Storage Accelerator

Everspin nvNitro NVMe Storage Accelerator

(Bild: Everspin)

Everspin stellt Spin-Torque-(ST-)MRAM-Speicherchips mit bis zu 256 MBit Kapazität und mit DDR3-SDRAM-kompatiblem Interface her. Aus diesen 256-MBit-Chips fertigt Everspin SO-DIMM-Module mit bis zu 2 GByte Kapazität – und verwendet letztere jetzt auch für eine Art PCIe-NVMe-SSD. Der nvNitro Storage Accelerator soll maximal 1,5 Millionen I/O-Operationen pro Sekunde (IOPS) liefern und mit 6 Mikrosekunden (6 µs) Latenz auskommen.

Die robusten ST-MRAM-Chips vertragen sehr viele Schreibzyklen, die NVMe-SSD verzichtet deshalb auf Wear-Leveling-Algorithmen und braucht auch kein Overprovisioning, also keine Reservezellen.

Die MRAM-SSD hat aber zwei Haken: Die Kapazität beträgt derzeit nur 1 oder 2 GByte und die Preise dürften über 2800 Euro liegen. Everspin baut die SSD nämlich auf Basis der FPGA-Entwicklerkarte ADM-PCIE-KU3 von Alpha Data, die im britischen Online-Shop 2795 US-Dollar kostet.

Auf der Alpha Data ADM-PCIE-KU3 sitzt ein Kintex-UltraScale-FPGA von Xilink, dass PCIe-Schnittstellen und einen Speicher-Controller für DDR3-SDRAM besitzt. In diesem FPGA realisiert Everspin das NVMe-Protokoll.

Auf der Fachmesse Embedded World nächste Woche in Nürnberg will Everspin weitere Produkte mit MRAM zeigen. Noch im laufenden Jahr sollen ST-MRAMs mit viel höherer Kapazität und DDR4-Interface kommen. Daraus will Everspin dann SSDs mit bis zu 8 GByte fertigen, auch im M.2- und U.2-Format. (ciw)