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MWC 2016: Berliner Startup Mimi Hearing gewinnt Mobile Premier Awards

Zum zehnten mal fanden in Barcelona die Mobile Premier Awards statt. Den Big Impact Award gewann ein Berliner Startup, das sich auf Hörtest spezialisiert hat und Kopfhörer ohrschonend einstellt.

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MWC 2016: Mobile Premier Awards

Zum zehnten Mal veranstaltete der Branchenverband AppCircus in Barcelona die Mobile Premier Awards. Sechzehn Startups aus aller Welt hatten jeweils drei Minuten Zeit, um ihre App auf der Bühne dem Publikum und einer Jury zu präsentieren, die das Konzept anschließend auf Businessplan, Nutzerbasis, Konkurrenz und letztlich auf die Erfolgschance abklopfte.

Mimi Hearing bietet einen kostenlosen Hörtest an.

Der Big Impact Award steht für Apps, die den größten gesellschaftlichen Einfluss haben. Ihn gewann das Berliner Startup Mimi Hearing. Die App soll den Gehörsinn schützen. Besonders Schulkinder leiden stärker unter Gehörverlust als früher, hieß es im Pitch. Mimi Hearing bietet einen kostenlosen Gehörtest an und passt die Einstellungen des Mobilgeräts für den Kopfhörer daran an. Bisher steht die App nur fürs iPhone zur Verfügung. Eine Android-Version ist angekündigt.

Der Jury-Preis ging an die App Sharing Academy. Sie fußt auf der Annahme, dass man 95 Prozent dessen lernt, das man anderen beibringt. Was man liest, hört oder sieht, vergisst man hingegen schnell wieder. Jeder Student, der ein Smartphone besitzt, kann in der App ein Lehrer werden. Er setzt einen Preis fest und kann auf der Plattform Schüler finden.

Auch das Publikum durfte abstimmen. Die meisten Twitterstimmen sammelte die App Schooltivity. Sie soll alle für die Schule relevanten Informationen in einer App kombinieren. Eltern und Lehrer können auf diese Weise an den Aktvitäten ihrer Kinder teilhaben.

Daneben präsentierten die Teilnehmer zahlreiche weitere interessante Produkte. Der iPhone-App Combyne etwa liegt die Idee zu Grunde, dass Kleidungsstücke nur in Kombination mit anderen Kleidungsstücken funktionieren. In der App lassen sich verschiedene Teile an einer Anziehpuppe kombinieren und mit anderen Anwendern tauschen. Über einen Shop innerhalb der App können Einzelhändler ihre Waren anbieten.

Mit Museai können Bandkollegen übers Smartphone an neuen Songs arbeiten.

Mit Museai, ebenfalls eine iPhone-App, können Musiker zusammenarbeiten, indem sie Ideen aufnehmen und an befreundete Musiker senden. Die Bandkollegen können eigene Spuren ergänzen, das Projekt zurückschicken und so die Idee aufbauen. Verglichen mit GarageBand, Cubase und anderen Programmen ist Museai einfach zu bedienen und setzt den Fokus vor allem auf Zusammenarbeit.

Über Glovo sollen sich Erledigungen aller Art innerhalb einer Stunde abwickeln lassen. Die App bietet zwei Schaltflächen, Versenden und Bestellen, die den Kundenwunsch an Kuriere in der Nähe weiterleiten. Mit goFlow können sich Surfer über die besten Spots austauschen. In Kalifornien und Brasilien soll sich mittlerweile eine ausreichend große Nutzerbasis gefunden haben, die die Spots vor Ort beschreibt. Auf Guidecentral tauschen sich Maker und Do-it-yourself-Fans ihre Projekte vom Schokokuchen bis zum Strickpulli aus. (akr)

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