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MWC 2016: Hands-on mit robustem Smartphone Cat S60

Das Caterpillar S60 ist ein gelungener, aber teurer Kompromiss aus robustem Handy und modernem Smartphone. Die gut integrierte Wärmebildkamera macht nicht bloß Spaß, sondern ist für Handwerker und andere Berufsgruppen nützlich.

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Caterpillar Cat S60

(Bild: c't)

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Caterpillar CAT S60 schwarz
Caterpillar CAT S60 schwarz ab € 392,–

Auf dem Mobile World Congress zeigt die Baumaschinen-Spezialist Caterpillar erstmals sein neues Ruggedized-Smartphone Cat S60. Das Smartphone ist quasi ein Unkaputtbar-Handy für den Einsatz auf Baustellen oder im Outdoor-Sport. Es eignet sich aber auch für den ganz normalen Smartphone-Alltag - denn ganz so klobig wie frühere Ruggedized-Smartphones kommt das Cat S60 nicht mehr daher, und mit Android 6.0 läuft sogar ein aktuelles Betriebssystem auf dem Gerät.

Größte Besonderheit ist die Wärmebildkamera, die vom Unternehmen Flir stammt. Mit dem Sensor, der auf der Rückseite oberhalb der normalen Kamera eingebaut ist, lassen sich Wärmebilder mit bis zu 30 Metern Entfernung zum Objekt schießen. Die Kamera eignet sich aber auch prima, um über die Live-Preview Hitze-Quellen oder kältere Bereiche in Wänden auszumachen. Im ersten Test auf dem MWC in Barcelona gelang es damit beispielsweise ohne Probleme, die Klimaanlage in einer Messehalle auszumachen oder die Umrisse einer Hand hinter einem Poster zu identifizieren.

Die Kamera misst auch die Temperatur am anvisierten Spot oder errechnet die Durchschnittstemperatur für einen Bereich, den man per Touch auf dem Display auswählt.Die Messgenauigkeit soll dabei bei etwa einem Grad liegen; man sollte damit deshalb vielleicht nicht Fieber messen, für die meisten Einsatzszenarien im Handwerker-Alltag reicht das aber völlig aus. Die Kamera erfasst Temperaturen zwischen -30 bis +60 Grad.

Außer dem Wärmebild schießt die Kamera auch ein normales Foto und kombiniert beide, sodass man Foto mit Wärmebild direkt vergleichen kann.

Für ein Android-Smartphone macht das Cat S60 eine überraschend gute Figur. Klar ist es nicht so leicht und nicht so schlank wie die meisten Smartphone-Konkurrenten, liegt aber mit seinem 4,7-Zoll-Display und der Rückseite im Kevlar-Look immer noch einigermaßen gut in der Hand. Android 6.0 lief auf dem Testgerät flüssig und schnell - kein Wunder, denn die Ausstattung mit Snapdragon 617, 3 GByte RAM und 32 GByte Flash kann sich sehen lassen. Auch sonst entspricht das Cat S60 ordentlicher Android-Mittelklasse: 13-Megapixelkamera, LTE und ein laut Hersteller bis zu 540 cd/m² helles Display - wenn auch nur mit 720p-Auflösung.

Wassergeschützt ist das Cat S60 bis zu 2 Meter. Verschließt man Eingänge für Mikrofon und Lautsprecher über mehrere mechanische Mini-Schalter, sind sogar Tauchgänge bis zu 5 Meter für eine halbe Stunde möglich. Die Schalter sind allerdings etwas fummelig zu bedienen. Kosten soll das Cat S60 etwa 650 Euro und in den nächsten Monaten auf den Markt kommen.

Cat S60 (4 Bilder)

Robust und wasserdicht: Cat S60

(acb)