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MWC 2017: Die mobile Welt in der nächsten Entwicklungsstufe

Mobilfunk ist so wichtig wie die Luft zum Atmen. Auch so kann das Motto verstehen, das der Branchenverband GSMA für den Mobile World Congress (MWC) 2017 gewählt hat: "The Next Element".

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Mobile World Congress

(Bild: dpa, Tony Albir)

Mobilfunk ist überall und eine essenzielle Ressource im Alltag von Millionen Menschen. Das hat schon das Messemotto des vergangenen Jahres ausgedrückt. 2017 geht der Mobile World Congress noch einen Schritt weiter: Jetzt wird es elementar, "The Next Element" ist das Motto. Abgesehen von der branchenüblichen Hybris, die sich in solchen Slogans niederschlägt, ist da durchaus was dran. Denn in dem alles verknüpfenden Internet of Things geht ohne Mobilfunk wirklich gar nichts.

Doch auf dem MWC, der am kommenden Montag beginnt und wieder zehntausende Fachbesucher aus aller Welt anzieht, werden auch die Schattenseiten dieser Entwicklung ein Thema sein. Denn je elementarer Mobilfunk wird, desto alltäglicher ist er. Das drückt auf die Preise und die Margen der Industrie. Nach neuen Geschäftsmodellen wird in Barcelona deshalb auch gesucht.

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Abgesehen von den vielen neuen Smartphones (und auch ein paar Tablets), die es traditionell in Barcelona zu sehen gibt, ist die Messe der jährliche Treffpunkt der Mobilfunkbranche und anderer Unternehmen, die mit ihr zu tun haben. Das reicht von Netzbetreibern- und Ausrüstern über Serviceprovider und Softwareanbieter inzwischen bis zur Automobilbranche, die seit einigen Jahren um festen Inventar der MWC gehört.

Eines der zentralen Themen des Messejahrgangs 2017 ist das Internet of Things (IoT). Mit immer mehr Netzteilnehmern, die ganz unterschiedliche Anforderungen an die Ressourcen stellen, stehen Netzbetreiber und -ausrüster vor neuen Herausforderungen. Auf dem Weg zum nächsten, alles umfassenden Netzstandard 5G werden die Mobilfunknetze derzeit mit LTE-Advanced auf immer größere Bandbreiten getrimmt. Die Standardisierung laufende von 5G beschäftigt die ganze Branche – und das wird auch auf dem MWC deutlich.

Das Internet of Things ist ein weites Feld: Von Videokameras, die in China ein paar Dollar kosten, über intelligente Haushaltshilfen bis zum Kraftfahrzeug geht alles in Netz. Neue Wearables gehören damit ebenso zum Repertoire der Messe wie Autos. Darüber hinaus gibt es von Seat einen E-Auto-Prototyp zu sehen, der in einem Car-Sharing-Pilotprojekt in Barcelona eingesetzt werden soll. Ford, in der Vergangenheit gerne mit neuen Autos angereist, konzentriert sich auf das Thema Smart Cities. Auch Mercedes ist auf dem MWC zu Gast.

Zugleich ist IoT ein immer drängenderes Thema für die Sicherheitsexperten. Mit abertausenden billigen Geräten im Netz, deren Hersteller kaum für Sicherheit sorgen, steht die Branche vor ganz neuen Herausforderungen. An das Thema hängen sich also auch die Hersteller von Antiviren-Software an. Ob Avast, Intel oder Kaspersky: Alle wollen jetzt nicht mehr nur den PC und das Smartphone schützen, sondern den gesamten vernetzten Heim-Technikzoo sowie das Internet der Dinge in der Firma.

Der Mobile World Congress ist mehr als eine Messe. Um die zentrale Leistungsschau der Mobilfunkbranche haben sich mittlerweile etliche Satelliten aus benachbarten und überschneidenden Branchen gruppiert – teilweise in den MWC eingebunden, teilweise aber auch völlig unabhängig vom MWC-Veranstalter GSMA. Ein Beispiel ist die Start-up-Veranstaltung 4YFN (Four Years From Now), die aus Platzgründen außerhalb des MWC auf dem alten Messegelände stattfinden wird. Mehr als 20.000 Besucher erwartet diese "Nebenmesse" des MWC in diesem Jahr, über 600 Start-ups präsentieren sich auf der Veranstaltung.

heise online und c't sind vor Ort und berichten ab Sonntag ausführlich.
(Jo Bager, Volker Briegleb, Stefan Porteck ) / (vbr)

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