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MWC: Blackphone trennt sich von Geeksphone

Das von PGP-Guru Phil Zimmermann gegründete Unternehmen Silent Circle trennt sich von Hardwarepartner Geeksphone und geht mit dem Blackphone eigene Wege. Die führen auf den Mobile World Congress und in den Business-Bereich.

Blackphone trennt sich von Geeksphone

(Bild: Blackphone)

Die beiden Partner des für mehr Schutz der Privatsphäre konzipierten Blackphone gehen getrennte Wege. Verschlüsselungsspezialist Silent Circle übernimmt das bisher mit dem spanischen Hersteller Geeksphone betriebene Joint Venture SGP Technologies ganz und will die Blackphone-Plattform alleine weiterentwickeln, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Im Januar hatte Silent Circle auch seine Führung neu aufgestellt und Ex-Nortel-Manager William Connor zum CEO berufen.

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona, der am kommenden Montag beginnt, will Blackphone unter anderem eine Sicherheitsarchitektur für Unternehmen vorstellen. "Auf dem MWC werden wir im Rahmen des weltweit ersten Datenschutz-Ökosystems für Unternehmen neue Geräte, Software und Dienste vorstellen", erklärte Connor. Das System baue auf dem von PGP-Erfinder Phil Zimmermann mitentwickelten ZRTP (Z Real Time Transport Protocol) auf. Bei der Expansion in den Businessbereich sollen die rund 50 Millionen US-Dollar Risikokapital helfen, die das Unternehmen einsammeln konnte.

Blackphone-Prototyp auf dem MWC 2014

Silent Circle wurde von PGP-Erfinder Phil Zimmermann und Mike Janke gegründet. 2013 hatte sich das Unternehmen mit dem spanischen Hersteller Geeksphone zusammengetan, um das erste abhörsichere Smartphone zu entwickeln. Im vergangenen Jahr hatte das Blackphone auf dem Mobile World Congress Premiere, blieb aber hinter den Erwartungen zurück. So ist die von Geeksphone entwickelte Hardware allenfalls Mittelklasse und auch die gepriesenen Sicherheitsfunktionen wiesen ein paar Lücken auf.

Auf dem Blackphone läuft das Android-Derivat PrivatOS, das auf Android 4.4.2 aufbaut. Dazu gesellt sich eine "Silent Suite" genannte Sammlung von eigenen Apps, die eine verschlüsselte und damit abhörsichere Kommunikation ermöglichen sollen. Zudem laufen die Internetverbindungen des Blackphone standardmäßig über ein Virtual Private Network (VPN). Die Verschlüsselung und Absicherung der Kommunikation bietet Silent Circle als Dienstleistung an, die Nutzer kostenpflichtig abonnieren müssen. (vbr)

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