MWC: Ericsson präsentiert Hardware für 5G-Mobilfunknetze

Mit neuen Anbieter-Routern, einem flexiblen Montagesystem und neuen Funkzellen will der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson auf dem Mobile World Congress die Mobilfunkwelt auf 5G-Netze vorbereiten.

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(Bild: Ericsson)

Von
  • Florian Klan

Ericsson will auf dem Mobile World Congress in Barcelona (2. bis 5. März) eine ganze Reihe neuer Mobilfunkinfrastruktur-Geräte für künftige 5G-Funknetze vorstellen. Dazu gehören unter anderem die Router der RBS-6000-Serie, ein Schienensystem, auf dem sich Funkmodule und Antennen montieren lassen sowie weitere Funkzellen wie das Radio 2203 oder das Baseband 5216. Ab dem dritten Quartal 2015 sollen die Produkte auf den Markt kommen.

Die Hersteller halten 2020 für einen realistischen Starttermin für 5G-Netzwerke.

Der schwedische Hersteller hat sich bereits in der Vergangenheit stark an der Entwicklung von 5G-Netzen beteiligt. Im Mai 2014 hatte er ein Testsystem vorgestellt, welches Daten mit bis zu 10 GBit/s übertragen konnte. Zudem kündigte die Firma damals die Zusammenarbeit mit dem japanischen Netzwerkausrüster NTT DOCOMO für die Forschung an.

Die Router der 6000-Serie verbinden sich mit Internet-Backbones mit Geschwindigkeiten zwischen 100 GBit/s und 2,1 TBit/s. Die kleinsten Geräte im 1-HE-Rackgehäuse sind über einen 100-GE-Anschluss angebunden. Alle Modelle arbeiten laut Herstellerangaben als Geräte in Software Defined Networks und sollen in Zukunft etwa für LTE-Advanced, 5G und für die Kommunikation von Geräten untereinander (M2M) zum Einsatz kommen. Der Router 6672 dient als Access-Router, die Modelle 6675 und 6247 sieht der Hersteller als Backbone zwischen dem Internet und Mobilfunkzellen vor.

Bei dem weiteren Ausbau von Funknetzen für den Umstieg auf 5G soll das Ericsson Radio System helfen. Bei ihm lassen sich Funkmodule auf Schienen wahlweise horizontal, vertikal, flach auf einer Kabelleiter oder hinter einer Antenne montieren. Als Funkmodule stellt der Hersteller unter anderem die kleine Indoor-Funkzelle Radio 2203 und das Funkmodul Baseband 5216 vor. Letzteres spannt simultan LTE-Funkzellen mit Frequency Division Duplexing (FDD) und Time Division Duplexing (TDD) auf. Es eignet sich also sowohl das sequentielle Senden- und Empfangen von Daten, als auch für den Parallelbetrieb von Sende- und Empfangskanälen. Das Gerät versorgt maximal 80.000 Teilnehmer.

Alle Geräte des Ericsson Radio Systems, zudem auch die Router gehören, sollen mit dem Betriebssystem
Ericsson Networks Software 15B ausgeliefert werden. Verwalten lassen soll sich das System über ein einheitliches Management-Interface. Updates will der Hersteller zweimal im Jahr liefern. (fkn)