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MWC: Schweres Geschütz für Mobilfunk-Basisstationen

Mit 16 MIPS64-Kernen, reichlich DSP-Power und diversen Hardware-Beschleunigern können die neuen Cavium -Prozessoren für Mobilfunkbasisstationen mehrere tausend Benutzer gleichzeitig mit LTE Cat 11 versorgen.

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Mobilfunkantennen sind so allgegenwärtig wie die darin arbeitenden Prozessoren unbekannt. Dabei müssen sie ganz schön rechnen, um die Datenströme von bis zu 12.000 Nutzern gleichzeitig zu verarbeiten.

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So richtig im Rampenlicht werden die neuen Prozessoren der Familie Octeon Fusion-M von Cavium wohl nie stehen. Und das, obwohl die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass jeder Mobilfunknutzer mit ihnen in Kontakt kommt. Den die Heimat der Cavium-Prozessoren der CNF75xx-Serie sollen Mobilfunk-Basistationen oder genauer Macro Cells werden.

Dort werden die Cavium-Prozessoren die Datenströme von bis zu 3600 Benutzern gleichzeitig bearbeiten und zwar auf allen sieben Protokollschichten. Um Entscheidungen auf den oberen Ebenen kümmern sich 16 von Cavium selbst angepasste, 64-bittige MIPS-Kerne mit 2 GHz Taktfrequenz, während im Hintergrund spezialisierte DSP-Einheiten mit VLIW-Befehlen den Löwenanteil der Rechenarbeit erledigen. Ihnen wiederum stehen Hardware-Beschleuniger für die Modem-Pipeline und "trafic shaping" zur Seite. Ein einzelner Chip soll 12 Funksektoren (24T24R MIMO) abdecken können und neben diversen älteren Standards auch schon LTE Kategorie 11 und 12 beherrschen.

Noch mehr gleichzeitige User – nämlich bis zu 12.000 – soll der Octeon Fusion-M CNF74xx bedienen können, obwohl er nur acht MIPS-Kerne hat. Als Smart Remote Radio Head-on-a-chip muss er aber auch nicht alles selbst berechnen, sondern wird zusammen mit Server-Prozessoren wie dem ThunderX COTS eingesetzt. (bbe)