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Mac OS X auf PCs -- Apple mags offenbar nicht leiden

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Die Betreiber der Web-Site des OSx86-Projekts, das sich mit dem Einsatz von Mac OS X auf PCs beschäftigt, haben ihr Forum vorläufig vom Netz genommen. Auf der Foren-Startseite erscheint zur Zeit nur eine Nachricht, dass die Betreiber ein Warnschreiben wegen eines Verstoßes gegen das amerikanische Gesetz zum Schutz gegen Copyright-Verletzungen (Digital Millennium Copyright Act, DMCA) erhalten hätten. Während die Betreiber den Sachverhalt prüfen, bleibe das Forum offline.

In den letzten Tagen fand im Forum ein reger Gedankenaustausch statt, wie man das Mac OS X 10.4.4, das den Anfang Januar vorgestellten iMacs mit Intel-CPU beiliegt, auf PCs oder in der Emulator-Software VMware Workstation installieren könne. Dort ist vor ein paar Tagen auch der Link auf die Web-Seite maxxuss.hotbox.ru aufgetaucht, die auf Mac-OS-X-Systemdateien zum Download verweist, die keine Apple-Hardware erfordern. Insbesondere sollen sie das in den iMacs eingebaute Trusted Platform Module (TPM) nicht mehr benötigen, das von der Industrie für die Implementierung von Sicherheits- und Kopierschutzfunktionen direkt in Hardware entwickelt wurde. Auf dieser Web-Seite gibt es auch eine rudimentäre Anleitung zur Installation von Mac OS X 10.4.4 in der VMware Workstation. Bisher sind allerdings noch keine Erfolge zu vermelden, Mac OS X 10.4.4 unabhängig von Apple-Hardware zum Laufen zu bringen.

Während aus dem kurzen Hinweis im OSx86-Forum nicht hervorgeht, von wem das Warnschreiben stammt, steckt laut eines Artikels des Inquirer Apple dahinter. Angeblich hat kurz vor Schließung jemand eine Anleitung ins Forum gestellt, wie man erfolgreich mit einer Mac-OS-X-DVD das System auf Nicht-Macs installiert.

Bereits seit Erscheinen des Pre-Release-Intel-Mac (Developer Transition Kit, DTK) für Entwickler Mitte letzten Jahres gab es funktionierende Anleitungen und gepatchte Systemdateien, um die vorläufigen Mac-OS-X-Versionen für das DTK im Emulator oder auf echter PC-Hardware zum Laufen zu bringen. Während Apple dies bis dato geduldet hat, scheint die Toleranz jetzt am Ende angelangt zu sein. Offenbar sieht Apple aufgrund der größeren Verbreitung des iMac-Systems mehr Gefahr von Installations-Hacks auszugehen als bisher. Eine Anfrage bei Apple Deutschland über den Vorgang erbrachte bislang noch keine Ergebnisse. (adb)