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Macworld: Das iPhone von Apple gibt es wirklich

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Apple-Chef Steve Jobs hat bei seiner Eröffnungsrede zur Macworld das Apple iPhone vorgestellt, das monatelang die Gerüchteküche dominierte. Es heißt so, obwohl kürzlich erst Linksys VoIP-Telefone unter dem gleichen Namen vorgestellt hat. Das Gerät besteht offenbar ausschließlich aus einem 3,5-Zoll-Display mit 320 auf 480 Pixel Auflösung (160 dpi). Es wiegt 135 Gramm und misst 115 × 61 × 11,6 Millimeter.

Das iPhone besitzt nur eine Taste, den Home-Button. Gesteuert wird es ansonsten ausschließlich über Gesten, die mit einem oder mehreren Fingern auf das berührungsempfindliche Display gemalt werden. Um etwa das iPhone zu entsperren, schiebt man mit dem Finger auf dem Display einen Riegel zur Seite. Für Texte, etwa SMS oder E-Mails, kann man aber auch eine Onscreen-Tastatur einblenden. Das ist laut Jobs eine völlig neue Art der Bedienung und "Boy, did we patent it". Jobs versäumte es bei der Gelegenheit auch nicht, sich über die seines Erachtens antiquierten Bedienkonzepte der anderen Telefonhersteller lustig zu machen. Die sogenannten Smartphones seien gar nicht so smart.

Ein Sensor schaltet das Display und die Eingabeerkennung ab, wenn man es zum Telefonieren in Gesichtsnähe bringt. Die Display-Helligkeit regelt sich wie bei den PowerBooks und MacBooks Pro automatisch in Abhängigkeit von der Umgebungshelligkeit. Ein weiterer Sensor erkennt, wie das Gerät gehalten wird und schaltet das Display von Hoch- auf Querformat um.

Jobs glaubt, dass die Software des iPhone der Konkurrenz um fünf Jahre voraus ist. Als Betriebssystem kommt OS X zum Einsatz, mit Apples Safari als Web-Browser. Die Software synchronisiert unter anderem Termine, Aufgaben und Kontaktdaten. Musik und Filme überträgt iTunes auf das Gerät. Angeschlossen wird es an einen Computer wie ein iPod mit einem Dock.

In dem nicht einmal 12 Millimeter dicken Gerät steckt eine 2-Megapixel-Kamera. Es funkt im GSM-Netzen (850, 900, 1800 und 1900 MHz) und unterstützt EDGE (Enhanced Data rates for GSM Evolution), besitzt aber auch WLAN und Bluetooth 2.0 eingebaut. UMTS-Support fehlt. Im reinen Audiobetrieb, quasi als iPod-Ersatz, soll der Akku 16 Stunden durchhalten, bei einem Dauertelefonat ist laut Apple nach 5 Stunden Schluss.

In den USA soll das iPhone ab Juni erhältlich sein, noch läuft angeblich das Genehmigungsverfahren bei der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FCC. Wir Europäer müssen uns noch bis zum vierten Quartal 2007 gedulden. In den USA kostet das iPhone mit 4 GByte Flash-Speicher 499 US-Dollar, mit 8 GByte 599 Dollar – jeweils ausschließlich mit einem Zweijahresvertrag vom US-amerikanischen Mobilfunkanbieter Cingular. Deutsche Preise hat Apple bislang noch nicht veröffentlicht.

Zur MacWorld siehe auch:

(adb)