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Magenta Security Kongress: Telekom präsentiert neue Sicherheitsprodukte

Mit Angeboten wie einem isolierten Browser und einer Cloud-Lösung für Wirtschaftsprüfer und Anwälte will der Konzern neue Kunden ansprechen.

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Telekom-Manager Dirk Backofen stellt die neuen Produkte vor

Telekom-Manager Dirk Backofen stellt die neuen Produkte vor.

(Bild: Torsten Kleinz)

Vor dem Start der neuen Sicherheitssparte zum Jahreswechsel hat die Telekom auf ihrer Security Konferenz in Frankfurt eine Reihe neuer Produkte vorgestellt. Dabei möchte sich der Konzern als IT-Dienstleister etablieren, der Produkte von vielen Partnern wie Hewlett Packard, Qualy aber auch Eigenentwicklungen in einer Hand bündelt. Dabei will der Konzern insbesondere mit seinen Hochsicherheits-Rechenzentren in Biere und Magdeburg punkten.

Mit "Browser in the Box" sollen künftig Infektionen über Drive-By-Downloads vermieden werden. Die Virtualisierungslösung isoliert den Browser dabei von dem Firmennetzwerk und dem Arbeitsrechner. Der Zugang zum Clipboard und für Up- und Downloads kann konfiguriert werden. Die Lösung wurde von Rohde & Schwarz mit Hilfe des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik entwickelt. Unterstützt werden derzeit Google Chrome und Mozilla Firefox.

Ebenfalls auf Abgrenzung setzt die „versiegelte Cloud“ des Telekom-Partners Uniscon. Mit dieser Lösung wendet sich die Telekom insbesondere an Berufsgruppen, die bisher von Cloud-Diensten ausgeschlossen waren wie etwa Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwälte. Hierbei sollen die Daten der Kunden hermetisch von allen anderen Daten abgeriegelt werden. Einerseits geschieht das durch eine umfassende Verschlüsselung. Gleichzeitig werden die Daten der Kunden auch physisch gesichert. So befinden sich die Applikationsserver in elektromechanisch versiegelten Rack-Systemen. Werden diese geöffnet, löschen die Server automatisch alle unverschlüsselten Daten. Neben einer Dokumentenverwaltung bietet die Lösung auch einen Chat und ein mobiles Interface.

Für Firmen mit weniger strengen Abgrenzungsvorschriften bietet die Telekom mit Business Mail Protect eine neue Cloud-Lösung zum Schutz des Mailverkehrs an. Dabei sollen auch bisher unbekannte Angriffe erkannt und unschädlich gemacht werden, um so beispielsweise einen Infektion durch Ransomware zu verhindern.

Mehrere neue Angebote setzen auf cloudbasierte Sicherheitslösungen. Neu im Angebot ist das "Cyber Defense as a Service" – eine Lösung auf Basis von ArcSight aus dem Hause Hewlett Packard Enterprise. "Identity Protect Pro" von Forgerock wiederum soll die Nutzerkennungen und Zugriffsberechtigungen von Mitarbeitern zentral verwalten und schützen. Hinter dem "Vulnerability Scan as a Service" steckt das bekannte Produkt des Anbieters Qualys, das allerdings in den deutschen Rechenzentren der Telekom gehostet wird und keine Daten ins Ausland überträgt. Dabei werden Komponenten des IP-Netzwerkes des Kunden systematisch auf Schwachstellen gescannt.

Für Unternehmen die ihre sensitiven Sicherheitsinformationen gar nicht aus dem Haus geben wollen, bietet die Telekom noch eine Eigenentwicklung an: den "Offline Scanner Pro". Diese Lösung läuft komplett auf der IT-Infrastruktur des Unternehmens und ermittelt den Patch-Zustand der Server im Firmennetz. (kbe)

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