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Mail-Service von Freenet renoviert

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Freenets neuer Mail-Service

Freenet hat seinen Mail-Service gründlich renoviert und am heutigen Mittwoch aus der Betaphase entlassen. "Umfangreicher, übersichtlicher, sicherer" sei das Angebot jetzt, so das Unternehmen. Bei der Konzeption habe man "auch Anregungen und Ideen der über sechs Millionen Nutzer berücksichtigt."

Das neue Design kommt aufgeräumt und übersichtlich daher. Insbesondere reagiert die mit AJAX realisierte Oberfläche überaus flott auf Nutzereingaben und lässt sich mit Tastaturkürzeln Zeit sparend steuern. Tatsächlich kommt das Frontend dem Look&Feel einer waschechten Desktop-Anwendung recht nahe.

Freenet hat dem Angebot einen Personal Information Manager (PIM) spendiert, der sich gegen einmalige Freischaltgebühr von sechs Euro via SyncML mit entsprechend befähigten Mobilgeräten synchronisieren lässt. Auch bei der Mail selbst steht die mobile Nutzung im Vordergrund: Freenet unterstützt nun IMAPidle (IMAP-Push) und BlackBerry-Push.

freenetMail bietet auch in der kostenfreien Version einen individuell konfigurierbaren Spam-Filter und Virenschutz an. Bei der Anmeldung werden alle Daten per SSL übertragen, im Session-Verlauf optional. Das gilt auch für die Übertragung in den "Media-Center" genannten Online-Speicher.

Was für die Datensicherheit gilt, gilt offenbar leider nicht für den Datenschutz: Versenden Nutzer des kostenlosen Services ihre Nachrichten per Web, klatscht der Anbieter den Link zu einem Werbebanner unter den Text. Ruft der Empfänger die Nachricht ab und hat das Nachladen von externen Bildern in seinem Client nicht abgestellt, landen seine Daten wie IP-Adresse und Mailer-Kennung beim Adserver von Freenet – nicht die feine Art.

Dreist erscheint außerdem, wie Freenet seine Kunden heute über das neue Angebot informiert hat. Allen "Betatestern", die davon teilweise allerdings gar nichts wussten, bot Freenet per Mail "bis zum 15. Juli 2009 ein Dankeschön für Ihre Treue an. Alle Funktionen des neuen freenetMail bekommen Sie auf Wunsch einen Monat kostenlos und anschließend um über 10 Prozent im Preis reduziert". Dass die meisten Funktionen des Diensts ohnehin auch weiterhin kostenlos nutzbar sind, verschweigt der Infotext dabei. (hob)

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