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Mainboard-Tricksereien: Board-Hersteller missachten CPU-Spezifikationen

Die CPU-Hersteller legen fest, wie viel Leistung ein Prozessor schlucken darf. Doch viele Boards verletzen die Vorgaben. c't erklärt, was dabei schief läuft.

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Mainboard-Tricksereien

Wer selbst einen Desktop-PC zusammenbaut, geht davon aus, dass mit Werkseinstellungen alle Komponenten die Herstellervorgaben wie Taktfrequenz, Spannung und Energiebedarf einhalten. In der Praxis betreiben jedoch viele Board-Hersteller Prozessoren mit viel zu hohen Power-Limits. Dadurch verweilen die CPUs auch bei längerer Volllast in den hohen Turbotaktstufen, werden deshalb deutlich heißer, die Lüfter müssen schneller drehen und der Rechner arbeitet lauter. Im schlimmsten Fall sind Kühler und Netzteil überfordert, sodass der PC seine Performance drosselt oder sich abschaltet.

In nahezu jedem c't-Mainboard-Test der vergangenen Jahre hatten wir mehrere Kandidaten, die die Spezifikationen der CPU-Hersteller verletzten. Eines der LGA2066-Mainboards für Core-X-Prozessoren löste beispielsweise die Überstromschutzschaltung unseres zunächst verwendeten 300-Watt-Netzteils aus. Statt der erwarteten 140 Watt schluckte der Core i9-7900X bei allen vier damals getesteten Boards unter Dauervolllast über 250 Watt.

c't liefert im aktuellen Heft Hintergründe zur Taktsteuerung moderner Core-i- und Ryzen-Prozessoren. Zudem erklären wir, was Begriffe wie Thermal Design Power, PLTau und Package Power bedeuten und wie sich überprüfen lässt, ob am eigenen Rechner die korrekten Werte eingestellt sind.

Mehr zum Überschreiten von Power Limits der Prozessoren lesen Sie in c't 3/2019:

(chh)

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