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Malware legt mehrere Krankenhäuser in Ostengland lahm

Wegen einer Infektion der eigenen IT mit Malware mussten im Osten Großbritanniens mehrere Krankenhäuser am Montag und Dienstag den Betrieb weitestgehend einstellen. Die IT-Systeme würden heruntergefahren, um das Problem zu beheben.

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Malware legt mehrere Krankenhäuser in Ostengland lahm

Betroffen ist unter anderem das Diana, Princess of Wales Hospital in Grimsby.

(Bild: NLAG)

Zwei Betreiber mehrerer Krankenhäuser in Großbritannien haben wegen einer Virusinfektion der eigenen IT so gut wie alle Operationen, Termine und Diagnosen abgesagt. Das berichtet die BBC und verweist auf eine Mitteilung des Northern Lincolnshire and Goole Hospitals NHS Foundation Trust (NLAG). Darin heißt es, dass die Mehrzahl der eigenen Systeme abgeschaltet wurden, um das Problem zu isolieren und zu beheben.

Alle Patienten mit Terminen am Montag und Dienstag sollten deshalb davon ausgehen, dass die abgesagt seien. Lediglich Schwangerschaftsvorsorge und Chemotherapien würden weiterhin durchgeführt. Unfallopfer und in den Wehen liegende Frauen vor Risikogeburten würden zu benachbarten Krankenhäusern geschickt.

Betroffen sind demnach der NLAG und der United Lincolnshire Hospitals NHS Trust (ULHT), die mehrere Krankenhäuser in der ostenglischen Grafschaft Lincolnshire betreiben. Einem Vertreter des NLAG zufolge wurden die "elektronischen Systeme am Sonntag mit einem Virus infiziert". Weitere technische Einzelheiten gibt es nicht, aber erst vor kurzem waren Krankenhäuser vermehrt ins Visier von Verschlüsselungstrojanern geraten.

In Lincolnshire sollen die Systeme nun so schnell wie möglich wieder zum Laufen gebracht und die Risiken für die Patienten derweil minimiert werden. Die schwerwiegendsten Auswirkungen habe der Virus bislang auf die Auswertung von Bluttests, den Zugriff auf alte Testergebnisse und die Verfügbarkeit von Bluttransfusionen. (mho)

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