Mandrake bietet kommerzielle Lizenz für seine Firewall

Mit seinem dualen Lizenzmodell für die neue Multi Network Firewall wird der französische Linux-Distributor dem Open-Source-Prinzip teilweise untreu.

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Von
  • Andreas Wilkens

MandrakeSoft wird mit dem dualen Lizenmodell für seine neue Multi Network Firewall (MNF) dem Open-Source-Prinzip teilweise untreu. Die MNF ist außer als kostenloser Download unter der General Public License (GPL) auch in einer kommerziellen Variante erhältlich. Beide Produkte sind laut Mitteilung des französischen Linux-Distributors technisch identisch, nur kostet die kommerzielle MNF 1990 US-Dollar und ist mit technischem Support und einem Gewährleistungsanspruch verbunden.

Gegenüber der Single Network Firewall bietet die Multi Network Firewall die Verwaltung mehrerer Virtual Private Networks (VPN) -- zum Beispiel für verschiedene Bereiche eines Unternehmens -- und so genannter demilitarisierter Zonen (DMZs). Bei den DMZs handelt es sich um spezielle Bereiche zwischen dem Internet und dem internen, geschützten Netzwerk, die von beiden Seiten aus zugänglich sind. Die MNF basiert auf einem Linux-2.4-Kernel. Sie kann Internetverbindungen mit ISDN, DSL, Breitband-TV-Kabel oder einer T1-Leitung überwachen und lässt sich über ein Web-Interface von der Ferne warten.

Die kommerzielle Lizenz beinhaltet 30 Tage Telefon-Support in Frankreich und den USA und Internet-Support über den gleichen Zeitraum in allen anderen Ländern. Dazu kommt für sechs Monate ein Zugang zu einem Mandrake-Server mit Sicherheits-Updates. Die kostenlose Variante kann im Rahmen der GPL und unter Einhaltung deren Bedingungen bei der Weitergabe frei verteilt, modifiziert und installiert werden. Dem Besitzer der kommerziellen Version ist darüber hinaus gestattet, den Quellcode nach Belieben zu verändern und die daraus resultierenden Produkte dann auch unter einer kommerziellen Lizenz anzubieten. (anw)