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"March for Science" sogar in der Antarktis

Um gegen die Verdrehung der Fakten durch Popupulisten zu protestieren, gingen Wissenschaftler auch in der Nähe des Südpols "auf die Straße".

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"March for Science" sogar in der Antarktis

(Bild: AWI/Tim Heitland)

Weit weit weg, aber voll dabei: Auch die Wissenschaftler der Polarforschungsstation "Neumayer III" in der Antarktis haben sich am Samstag am weltweiten "March for Science" beteiligt. Ein vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven verbreitetes Foto zeigt sieben dick eingepackte Forscher mit einem Transparent vor der Station. Die "Überwinterer" unterstützten den Marsch für die Wissenschaft, heißt es darauf, gefolgt von einem Zitat der Physik-Nobelpreisträgerin Marie Curie (1867-1934): "Man braucht nichts im Leben zu fürchten, man muss nur alles verstehen. Jetzt ist die Zeit mehr zu verstehen, damit wir uns weniger fürchten."

Marschieren für die Wissenschaft, auch wenns kalt ist: Polarforscher von der Station Neumayer 3.

(Bild: AWI/Twitter)

Weltweit hatten am Samstag bei mehr als 600 Veranstaltungen Zehntausende Menschen für eine faktenbasierte Politik und die Freiheit der Wissenschaft demonstriert. Die Direktorin des AWI, Karin Lochte, hatte zuvor erklärt, dass auch ihr Institut den "March for Science" unterstütze. "Die Wissenschaft bildet einen Grundpfeiler unserer Gesellschaft", erklärte sie. In einer Reihe von Ländern missbrauchten und verdrehten populistische Strömungen Fakten, um ihre Vorstellungen durchzusetzen.

"Unliebsame Forschung wird eingeschränkt und gute Wissenschaft wird in Frage gestellt." Dies könne gesellschaftliche Fortschritte ernsthaft gefährden, zudem sei die Gefahr groß, dass das Vertrauen in die Wissenschaft generell untergraben werde. (hag)

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