Markenstreit um Gmail [Update]

Google steht unter den Anwärtern auf den Markennamen "Gmail" in den USA nur auf Platz 4.

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Von
  • Torge Löding

Zu den zahlreichen Schwierigkeiten, die der Internet-Suchmaschinenbetreiber Google vor seinem Börsengang bislang zu meistern hat, gesellt sich neue Unbill. Wie US-Medien berichten, muss das Unternehmen in den USA um den Namen Gmail für sein umstrittenes Webmail-Angebot bangen. Vor wenigen Tagen wurde bereits bekannt, dass der Markenname auch in Großbritannien umstritten ist.

Dem Bericht zufolge steht laut US-Patent- und Trademark-Behörde Google bei den Anwärtern für die Rechte auf den Namen Gmail nur auf Platz 4. So hätten sich wenige Tage vor Google nicht nur die Firma Cencourse, sondern auch das Unternehmen Precision Research sowie die Gospel Music Association aus Tennessee für den Namen registriert und sind daher vor Google gereiht.

Bisher ist die E-Mail-Funktion nur als Beta-Version in englischer Sprache verfügbar. Der neue Service soll sich über kontextbezogene Werbung finanzieren. Dafür können die Mail-Bestände für die Platzierung der Werbeeinblendungen nach Schlüsselbegriffen durchsucht werden. Das Konzept stößt auf heftige Kritik bei Datenschützern in Europa und den USA.

[Update]:
Eine mögliche Hürde für den Börsengang konnte Google allerdings offensichtlich ausräumen: Die US-Börsenaufsicht stellte die Ermittlungen wegen des Interviews der beiden Google-Gründer mit dem Playboy ein. In dem Interview ging es unter anderem um Marktchancen des Google-E-Mail-Dienstes Gmail sowie die Auswirkungen des Börsengangs auf die Unternehmenskultur. Durch eine Veröffentlichung des kompletten Interviews in einem SEC-Filing sieht die Behörde die Informationspflicht gegenüber den potenziellen Investoren offensichtlich als erfüllt an: Kandidaten für den Börsengang dürfen während einer "quiet period" außerhalb der offiziellen Börsenprospekte, die bei der SEC einzureichen sind, keine weiteren Angebote oder Beschreibungen an die Öffentlichkeit bringen. (tol)