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Marktforscher: Apple stoppt iPhone-Talfahrt in China

Seit über einem Jahr gingen die iPhone-Verkäufe im weltgrößten Smartphone-Markt stetig zurück. Jetzt sehen die Analysten von Canalys eine Wende. Vom iPhone X erwarten sie aber zunächst keinen Schub.

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Weihnachtsquartal Apple

(Bild: dpa, Adrian Bradshaw)

Mit dem Verkaufsstart des iPhone 8 scheint Apples mehr als einjährige Talfahrt im wichtigen Markt China gestoppt. Nach Berechnungen der Marktforschungsfirma Canalys legten die iPhone-Verkäufe im dritten Quartal im Jahresvergleich um 40 Prozent auf elf Millionen Geräte zu. Neben dem Start des iPhone 8 im September könnten auch Preissenkungen bei vorherigen Modellen zu dem deutlichen Plus beigetragen haben, erklärte Canalys-Analyst Mo Jia.

Für das teurere iPhone X, das Ende dieser Woche auf den Markt kommt, gebe es zwar Interesse in China – aber der hohe Preis und die erwarteten Lieferengpässe dürften die Verkaufszahlen in den nächsten Wochen überschaubar halten, prognostiziert Canalys.

Der chinesische Smartphone-Markt – der größte der Welt – wird unterdessen von einheimischen Firmen beherrscht. Dabei liefern sich die Anbieter Huawei, Oppo und Vivo ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Marktanteilen von jeweils 19, 18 und 17 Prozent. Der auch international stark wachsende Netzwerkausrüster Huawei übernahm die Spitzenposition mit 22 Millionen verkauften Smartphones. Das bedeutet ein Plus von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Oppo setzte laut Canalys 21 Millionen Geräte ab und Vivo über 20 Millionen.

Auf Platz vier liegt Xiaomi mit rund 15 Millionen verkauften Smartphones. Der Fünftplatzierte Apple ist der einzige ausländische Anbieter unter den Top 5. Der iPhone-Konzern hatte zunächst erfolgreich auf die Strategie gesetzt, nicht bei den harten Preiskämpfen im chinesischen Markt mitzumachen, sondern zu warten, bis sich immer mehr Chinesen die Telefone mit dem Apfellogo leisten können. Mit inzwischen 40 Apple Stores in China sah sich das US-Unternehmen bereits Ende 2016 bestens aufgestellt. Zuletzt schwächelten jedoch die iPhone-Verkäufe wegen des Erfolgs der technisch hochgerüsteten günstigeren Modelle einheimischer Hersteller mit dem Google-System Android. Ein Problem für Apple ist auch, dass ein großer Teil der Smartphone-Nutzung in China auf Plattformen wie WeChat stattfindet, die auf beiden Plattformen identisch funktionieren. (dpa) / (map)

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