Marktforscher: Falt-Smartphones bleiben auf Jahre Nischengeschäft

Die Marktforscher von Gartner glauben nicht, dass sich Falt-Smartphones bald durchsetzen werden. Für die Zweifel sorgen vor allem die hohen Preise.

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Dong-Jin Koh, Chef von Samsungs Mobilfunksparte, präsentiert in San Francisco das neue Klapp-Smartphone Galaxy Fold.

(Bild: dpa, Eric Risberg/AP)

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Smartphones, die sich zu einem Tablet auffalten lassen, werden nach Einschätzung von Marktforschern noch auf Jahre ein Nischengeschäft bleiben. Im Jahr 2023 dürften 30 Millionen solcher Geräte verkauft werden, prognostizierte die Analysefirma Gartner am Montag.

Damit würden sie auch am Markt der teuren High-End-Modelle nur einen Anteil von etwa fünf Prozent haben, betonte Gartner-Analystin Roberta Cozza. Insgesamt sehen die Marktforscher den jährlichen Smartphone-Absatz in den kommenden Jahren bei rund 1,8 Milliarden Geräten.

Der aktuelle Preis von Auffalt-Smartphones sei mit mindestens 2000 Euro so hoch, dass selbst die early adopter zwei Mal nachdenken würden, sagte Cozza. Außerdem gebe es angesichts Displays mit Plastik- statt Glasoberfläche und der komplexen Faltgelenke noch offene Fragen zu Verlässlichkeit und Robustheit der Geräte.

Von den großen Smartphone-Anbietern haben bisher Samsung und Huawei für die kommenden Monate Telefone angekündigt, die sich zu einem Tablet auffalten lassen. "Wenn der Preis sinkt, hat die Geräteklasse das Potenzial, eine Welle von Upgrades auszulösen, aber nicht in den kommenden zwei, drei Jahren", sagte Cozza. Zugleich rechnet sie damit, dass mehr Anbieter mit solchen Telefonen in den Markt gehen – und dabei auch mit verschiedenen Geräteformen experimentieren. (dahe)