Marktforscher: Erstes Jahr mit Zuwachs bei PC-Absatz seit 2011

Der PC-Markt verzeichnet zum ersten Mal seit Jahren wieder ein Wachstumsplus – Marktforscher sehen das Support-Ende von Windows 7 dahinter.

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(Bild: NIKCOA/Shutterstock.com)

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Zum ersten Mal seit 2011 hat der PC-Markt laut Marktforschern wieder einen Absatz-Zuwachs erreichen können. Die Analysten sehen hier vor allem das Support-Ende des Betriebssystems Windows 7 als Antrieb für Käufer, neue Hardware anzuschaffen. In den nächsten Monaten werde der Trend zunächst weitergehen, weil viele Unternehmen vor allem in Asien noch auf das neuere Windows 10 umsteigen müssten, prognostizierte Analystin Mikako Kitagawa vom IT-Marktforscher Gartner am Dienstag. Auf längere Sicht von 12 bis 18 Monaten müssten sich die Anbieter aber auf eine auslaufenden Upgrade-Welle einstellen, warnte ihr Kollege Ryan Reith von der Analysefirma IDC.

Mit Auslaufen der Unterstützung für Windows 7 am Dienstag wird Microsoft keine kostenlose Sicherheits-Updates mehr für das mehr als zehn Jahre alte Betriebssystem bereitstellen. Allerdings macht das nicht zwangsläufig den Kauf eines neuen Rechners nötig: Auch wenn Microsofts Gratis-Upgrade-Angebot von Windows 7 auf Windows 10 offiziell Ende Juli 2016 ausgelaufen ist, bleibt es in der Regel weiterhin möglich, Windows 10 mit einem Windows-7-Produktkey zu aktivieren. Für Firmenkunden gibt es zudem die Option, sich Sicherheitsupdates für Windows 7 bis 2023 bei Microsoft einzukaufen.

Nach Berechnungen von IDC stiegen die PC-Verkäufe im gesamten Jahr um 2,7 Prozent auf 266,7 Millionen Geräte. Gartner errechnete ein Plus von 0,6 Prozent auf gut 261 Millionen Notebooks und Desktop-Rechner. Die Differenz geht unter anderem darauf zurück, dass die beiden Marktforschungsfirmen zum Teil unterschiedlicher Meinung darüber sind, welche Gerätekategorien als Personal Computer betrachtet werden
sollten.

Sowohl Gartner als auch IDC sehen den chinesischen Anbieter Lenovo als klare Nummer eins mit einem Marktanteil von gut 24 Prozent, gefolgt von HP und Dell. Insgesamt entfallen auf die großen drei Anbieter nun mehr als 60 Prozent des Marktes. Danach folgen Apple mit 7,5 Prozent sowie Asus und Acer mit je knapp 6 Prozent Marktanteil. (Mit Material der dpa) / (axk)