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Marktforscher: Thailand-Flut lässt den PC-Markt einbrechen

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Die weltweite Fertigung von PCs wird durch die Flutkatastrophe in Thailand weiterhin schwer beeinträchtigt. Im ersten Quartal 2012 sei im schlimmsten Fall ein Einbruch der Stückzahlen um 20 Prozent zu befürchten, heißt es in einem Bericht des US-Marktforschungsunternehmens International Data Company (IDC), über den die "Bangkok Post" am Samstag berichtete. Festplatten würden außerdem teurer.

In Thailand wurden nach Angaben des Unternehmens im ersten Halbjahr 40 bis 45 Prozent aller Festplatten gefertigt. Die Hälfte der Produktion war im November beeinträchtigt. Mehr als zwölf Hersteller in den überschwemmten Industrieparks nördlich von Bangkok mussten die Produktion vorübergehend einstellen. Viele stehen bis heute unter Wasser.

Die Festplatten-Lieferungen für das 4. Quartal dieses Jahres seien weitgehend abgewickelt gewesen, als die Firmen überschwemmt wurden. Weniger als zehn Prozent der Produktion sei ausgefallen. IDC rät PC-Herstellern aber, sich im 1. Quartal nächsten Jahres auf größere Engpässe einzustellen. Die PC-Auslieferungen könnten 20 Prozent niedriger ausfallen als zuvor erwartet. Auch wenn die Fabriken bald wieder einsatzbereit seien, rechnen die Marktforscher erst in der zweiten Jahreshälfte mit einer Normalisierung der Stückzahlen und einer Stabilisierung der Preise.

Auch IHS iSuppli erwartet einen Rückgang der Festplatten-Produktion und zwar um 28 Prozent weltweit. Von der Flutkatastrophe betroffen sind vor allem Westen Digital, Toshiba, Seagate und einige Zulieferfirmen etwa für Spindelmotoren. (jes)