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Marktforscher erwarten Preiskampf bei PCs

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Die PC-Hersteller in den USA werden sich in den kommenden Monaten einen verschärften Preiskampf liefern. Dies ist das Ergebnis einer Studie des US-Marktforschungsunternehmens Gartner Dataquest. Vor allem Direktvermarkter wie Dell und Gateway werden demnach ihre Gewinnspannen senken, um billiger anbieten und den Konkurrenten Compaq, Hewlett-Packard und IBM Marktanteile abnehmen zu können. Martin Reynolds von Gartner rechnet für das laufende Jahr mit einem PC-Weltmarkt-Wachstum von elf Prozent. Da der PC-Markt in den USA, Kanada und Westeuropa aber nahezu gesättigt sei, werden nach Reynolds Einschätzung vor allem "andere Regionen der Welt durch den Preisverfall mehr Computer kaufen".

Die führenden Chip-Hersteller Taiwans gehen nach einem Bericht des Wall Street Journal davon aus, dass sich die PC-Industrie wieder im Aufschwung befindet und bald zu normalen Produktionszyklen zurückkehrt. Die Umsätze, die mit Chips für PCs erzielt würden, seien im Gegensatz zum Handy-Chip-Markt mittlerweile wieder stabil. Chen Wen-chi, Vorstand von Via Technologies, teilte auf einer von Merrill Lynch veranstalteten Asien-Pazifik-Konferenz mit, dass Via das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres mit einem Rekordumsatz abschließen werde. Via stellt nach eigenen Angaben etwa 90 Prozent aller Chipsätze für PCs her, die mit AMD-Prozessoren ausgerüstet sind. Die Manager der großen Chiphersteller Taiwans gehen unisono davon aus, dass die Nachfrage nach PCs im unteren Preissegment vor allem außerhalb der USA steigen wird. (pmz)